06.06.2020 06:00 |

Teil 16: Tirol

Von einem, der auszog, Österreich zu erkunden...

Klettersteig und Kaspressknödel genießen Adler Rod Elbahn und Martin in Tirol - eine Lese-Geschichte von und mit Christian Krall.

Als Weltanschauer muss dein Leben voller Freude sein. Und Farbe! Mal dein Leben so bunt wie möglich aus!", krächzte Rod Elbahn, und hops - rutschte er mit Martin auf einem Regenbogen ins Glück.

Von der goldenen Sonne gewärmt, segelten die beiden nach Schwaz. Dort befindet sich ein Silberbergwerk, welches im Spätmittelalter das größte und ertragreichste war. “Laut einer Sage soll eine Magd namens Gertraud Kandlerin Weidevieh gehütet haben, als ein wildgewordener Stier mit seinen Hörnern eine Grasnarbe aufgerissen hat. Zum Vorschein soll ein dunkler, glänzender Stein gekommen sein„, erzählte der Adler geheimnisvoll. Martin und Rod wanderten auf den Spuren der Bergleute, bis sie sich wieder in die Lüfte begaben.

Vom Waldseilgarten zur Rodelbahn
“Was kannst du eigentlich alles?„, fragte Rod den Jungen, der entgegnete: “Fast alles!„ - “Das ist gut. Dann fliegen wir jetzt auf den Alleskönnerberg.„ Am Fieberbrunner Hausberg trippelten sie auf dem kniffligen Waldseilgarten, wandelten am Klettersteig und rodelten auf Bergbahnen. Erschöpft setzten sie sich zum Wildseelodersee und genossen die Aussicht. Schäfchen zählend, waren die beiden beinahe schon im Traumland, doch plötzlich unterbrach sie eine Stimme: “Woher kimmschn ihr?„ Rod und Martin sahen sich verdutzt an. “Seids terrisch? Was machts ihr hier? Wollts des Murmelen sehn?„ - “Die haben wir schon in Heiligenblut in Kärnten getroffen„, erzählte Rod Elbahn. “Mei, schian! I bin Hons. Hobsch es Lust auf ane Kaspressknedl?„ Der Adler und Martin waren sofort begeistert.

Köstliche Kaspressknödel
Dazu schwitzt man eine gehackte Zwiebel mit etwas Butter an. Den Topf vom Herd nehmen und 250 ml Milch hinzugeben. Wenn diese warm ist, gibt man 250 g Semmelwürfel, 2 Eier, 200 g gewürfelten Bergkäse, geschnittenen Schnittlauch, Salz und Pfeffer dazu. Diese Mischung gut umrühren und für etwa 20 Minuten stehen lassen. Anschließend mit nassen Händen Knödel formen und im heißen Fett braten. Die Kaspressknödel kann man mit Salat oder in einer Suppe genießen. Martin und Rod probierten beides. Köstlich! Mit vollem Magen und gut gestärkt saßen sie mit Hans vor seiner Hütte. “Isch desch bärig„, sagte der alte Mann und verschlang den letzten Knödel. Der Vogel und der Bub tratschen noch ein Weilchen mit Hans, bevor sie sich verabschiedeten. “Pfiat enk", rief der Greis , und das beflügelte Duo flog in die Welt. Wo sie als Nächstes landen, liest du in der nächsten Geschichte von einem, der auszog, Österreich zu erkunden.

Malwettbewerb: Adler Rod El Bahn!
Schickt Fotos Eurer Zeichnungen per Mail an clara-milena.steiner@kronenzeitung.at. Mit etwas Glück werden sie veröffentlicht!

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