29.04.2020 09:11 |

Teil 5: Burgenland

Von einem, der auszog, Österreich zu erkunden...

Musik, Theater am See, Vögel und mehr gibt es im Burgenland - da müssen Rod und Martin hin. Kommt mit auf Christian Kralls Lesereise! Hier geht‘s zu Teil 4!

Sonnengeküsst, mit Neugierde bepackt und alle Federn gewaschen, flogen Martin und Rod Elbahn gegen Osten. Im Burgenland, das von 1648 bis 1921 zu Ungarn gehörte, flitzten die beiden durch Wolkenschlösser und Weinreben, bis sie in Eisenstadt, der Landeshauptstadt, landeten. „Klein-Martin, was sagst du?“, krächzte der Adler. „Ich bin gar nicht so klein. Ich bin sogar schon ziemlich groß!“, erwiderte der Bub. Rod lachte sich die Federn krumm und erklärte: „Eisenstadt heißt im Ungarischen ,Kismarton‘, und das bedeutet ,Klein-Martin‘.“

Hüpf und hops schlenderten sie durch die kleinste Landeshauptstadt Österreichs, bis sie beim Wahrzeichen waren: Schloss Esterházy. Rund um den Leopoldinentempel purzelten die beiden in der Wiese durch Pusteblumen und Träume. Rod erzählte Geschichten, die unglaublich erschienen, und die beiden lauschten im Haydn-Saal der Musik.

Die Seefestspiele Mörbisch
Inspiriert davon, setzte Rod den Buben auf seinen Rücken, und sie flogen auf eine große Bühne. Die Seefestspiele Mörbisch gibt es seit 1957, und der Adler wollte dort seine Bühnenkenntnisse beweisen. „Labalalaba, Labalalabe, Labalalabi,“ Martin probierte ebenfalls: „Alalabale, Lalabalababi“, bis der Adler unterbrach: „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“, wiederholte Rod unermüdlich. „My Fair Lady“ war sein Lieblingsmusical. Der Junge bemühte sich und sagte alles federgenau nach.

Rod Elbahn war zufrieden und blickte auf den See. Er dachte an Klara, seine große Liebe. Fräulein Fall hatte er schon lange nicht mehr gesehen. So entschloss er sich, einen Brief zu schreiben. Er zupfte eine Feder und kritzelte liebevoll Buchstaben mit Herzchen, übergab es einer Brieftaube und hüpfte mit Martin in den Neusiedler See.

Der Steppensee, der eine maximale Tiefe von 1,8 Metern hat, ist fast gänzlich von einem Schilfgürtel umgeben. In diesem kann man unzählige Tierarten finden. Dort leben mehr als 300 Vogelarten. Rod Elbahn kannte sie alle. Beinahe alle. Fast alle. Einige. Uferschnepfen, Säbelschnäbler bis Silberreiher kann man in diesem Naturschutzgebiet erspähen.

Martin und Rod liehen sich ein Kajak und paddelten. Wo sie landeten, liest du in der nächsten Geschichte von einem, der auszog, Österreich zu entdecken.

Malwettbewerb: Adler Rod El Bahn!
Schickt Fotos Eurer Zeichnungen per Mail an clara-milena.steiner@kronenzeitung.at. Mit etwas Glück werden sie veröffentlicht!

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