Med-Fakultät in Linz:

Debatte um die Alternativen zu den Tierversuchen

Am Freitag, 29. Mai, um 14 Uhr, startet Runde 2 der JKU-Debatte über Tierversuche bzw. die möglichen Alternativen, und zwar hier. Diesmal ohne JKU-Rektor Meinhard Lukas, dafür aber mit jemandem von den „Ärzten gegen Tierversuche“. Die an der Linzer Medizinm-Fakultät geplanten Tumorexperimente an Mäusen bleiben indes ein Aufreger mit vielen Kontra-Stimmen.

Der Österreichische Tierschutzverein hat der „Krone“ zu Tierversuchen an der JKU mitgeteilt: „Wir sind erschüttert! Die Errichtung eines Tierversuchslabors ist nicht nur ein längst überholter Schritt, sondern auch aus ethischen Gründen falsch. Ziel sollte sein, Alternativen zu den grausamen Tierversuchen zu finden.“

„Jeder Tierversuch wird erlaubt“, sagen Kritiker
Die Debatte geht jedenfalls weiter. Heute, Donnerstag, ab 19 Uhr, spricht Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken, beim Facebook-Auftritt des VGT Austria über „die völlige Narrenfreiheit, die in Österreich bei Tierversuchen herrscht“. Es gebe keine Schaden/Nutzen-Abwägung, sondern jeder Tierversuch, der einem im Gesetz angegebenen banalen Zweck diene, werde erlaubt.

JKU will strengere Kriterien anlegen
Allerdings beteuert die JKU, an ihre Tierversuche, sobald sie konkret werden, strengere Kriterien als die des Tierversuchsgesetzes anzulegen. Am Freitag ab 14 Uhr geht es im Youtube-Kanal der JKU in der von Rektor Lukas gestarteten Debatte um das Potential der Tierversuchs-Alternativen. Univ.-Prof. Dr. Bruno Podesser vom Biomedizinischen Zentrum an der Med-Uni Wien sagte im Vorfeld zur „Krone: „Bis auf weiteres wird es keinen vollständigen Ersatz von Tierversuchen in der Medizin und der biomedizinischen Forschung geben. Das ist auch EU-Meinung.“

Ob dem so ist, darüber diskutieren am Freitag unter Moderation von Dr.in Christine Haiden:
- Prim. Priv.-Doz. DDr. Wolfram Hötzenecker (Johannes Kepler Universität Linz, Kepler Universitätsklinikum)
- Prof. Dr. med. Stefan Endres (LMU Klinikum München)
- Anna Luzie Walter (Doktorandin an der Charité Berlin, die eine Dissertation über Organ-Chips geschrieben hat)
- Dr.in Dilyana Filipova (Verein „Ärzte gegen Tierversuche“)

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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