13.05.2020 19:36 |

Ab Freitag möglich

Regeln fixiert: Gottesdienste in Zeiten der Krise

Seit dem 16. März waren die Gottesdienste in Österreich weitgehend ausgesetzt, ab Freitag können Gläubige der 16 anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften wieder die Messe besuchen. Am Donnerstag wurden die Regeln für Messen in geschlossenen Räumen und im Freien vereinbart. Es gilt: Mindestens ein Meter Abstand, besser sogar zwei, pro Person müssen zehn Quadratmeter der Gesamtfläche des Gottesdienstraumes zur Verfügung stehen, zudem gilt in geschlossenen Räumen Maskenpflicht, Desinfektionsmittel müssen zur Verfügung gestellt werden.

Die Einhaltung der maximalen Personenanzahl, die sich aus dem zur Verfügung zu stellenden Platz von zehn Quadratmetern ergibt, sowie jene des Mindestabstandes muss jedenfalls durch Einlasskontrolle und Ordnerdienste sichergestellt werden. Keine Maximalgrenze vorgegeben wurde für das Betreten der Gotteshäuser außerhalb der Messe, etwa zum persönlichen Gebet. Flächen und Vorrichtungen wie Türgriffe, die von den Anwesenden berührt werden, müssen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.

Hochzeiten und Taufen dürfen bis auf Weiteres nur im engsten Familienkreis - mit maximal zehn Personen - stattfinden.

Masken im Freien nicht Pflicht, aber „ausdrücklich empfohlen“
Im Freien müssen Veranstalter von Gottesdiensten ebenfalls sicherstellen, dass mindestens ein Meter Abstand zwischen Menschen, die nicht gemeinsam in einem Haushalt wohnen, sichergestellt ist. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt - auf „Art und Umfang von gemeindeüblichen Gottesdiensten“. Auch hier müssen Ordnerdienste über die Einhaltung der Distanz-Regeln wachen - und dafür sorgen, dass Desinfektionsmittel vorhanden sind. Masken sind für Messen im Freien nicht vorgeschrieben, aber „ausdrücklich empfohlen“.

„Wichtiger Schritt für die Wiederaufnahme des religiösen Lebens“
„Ich danke allen Religionsgemeinschaften für die ausgezeichnete Kooperation in dieser schweren Zeit, in die unter anderem das Osterfest, das jüdische Pessach-Fest oder der Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefallen sind. Durch die gemeinsame Vereinbarung schaffen wir, dass Gläubige unter bestimmten Bedingungen wieder gemeinsam an Gottesdiensten teilnehmen können, aber gleichzeitig vor Infektionen so gut wie möglich geschützt werden. Damit ist ein wichtiger Schritt für die Wiederaufnahme des religiösen Lebens in Österreich erreicht“, so Kultusministerin Susanne Raab (ÖVP).

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