Schweizer Experten:

Leondinger Einhausung ist doch deutlich billiger

86 Millionen € samt 20% Risikozuschlag und Indexanpassung: So viel kostet laut der renommierten Fahrgrund AG aus der Schweiz die Einhausung der Weststrecke in Leonding. Das ist deutlich günstiger als die von den ÖBB propagierten 90 Millionen €. SP-Stadtchefin Sabine Naderer-Jelinek will nun aufs Gaspedal drücken.

„Das Projekt aus finanziellen Gründen abzulehnen, gilt nicht mehr“, sieht die Leondinger Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek beim Bau der Einhausung der Weststrecke einen riesigen Stein aus dem Weg geräumt. Die Experten der Fahrgrund AG haben in Abstimmung mit den ÖBB die Kosten für die Tunnels von 300 sowie 500 Metern auf 86 Millionen € geschätzt.

Minus Risikozuschlag
„Zieht man die 20 Prozent Risikozuschlag ab, liegen wir deutlich unter den 90 Millionen Euro der ÖBB“, so Naderer-Jelinek. Sie will nun so rasch wie möglich die Gespräche mit LH Thomas Stelzer (VP), Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP), einem Vertreter der ÖBB und Experten aus dem Verkehrsministerium wieder aufnehmen: „Am runden Tisch würden weniger als zehn Personen sitzen. Das wäre erlaubt!“ Gerade in dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage wären aus ihrer Sicht Investitionen enorm wichtig, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Keine reine Kostenfrage
Der Bau ist keine reine Kostenfrage. Nach dem kürzlich erfolgten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist derzeit nur der viergleisige Ausbau (ohne Einhausung und Tieferlegung) „grundsätzlich umweltverträglich“. Grünes Licht für die Tunnelvariante ist fraglich. Die detaillierte Prüfung folgt erst. Naderer-Jelinek ist zuversichtlich, nicht von vorne beginnen zu müssen. Womöglich reicht die Einreichung eines sogenannten Aufsatzprojekts.

MZ

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