03.05.2020 08:00 |

Viel zu hohe Preise

Steirer warnen vor Abzocke mit Schutzmasken

Im Internet werden Schutzmasken zu weit überhöhten Preisen verkauft. Teilweise sind auch Betrüger am Werk, die die bestellte Ware nicht liefern. Steirische Gewerkschafter und Politiker warnen vor der dreisten Abzocke!

Sie sind schon jetzt das wohl begehrteste Modeaccessoire des Jahres - die Schutzmasken. Noch dazu, wo man sie aktuell von der Öffifahrt bis zum Einkauf ohnehin (fast) überall tragen muss. Die hohe Nachfrage nach den Objekten der Begierde haben allerdings auch viele unseriöse Geschäftemacher auf den Plan gerufen.

Speziell im Internet werden (zu) gut gläubige Kunden richtiggehend abgezockt. „Schutzmasken, aber auch Desinfektionsmittel werden teilweise zu stark überhöhten Preisen angeboten“, weiß Georg Erkinger, steirischer Arbeiterkammerrat vom Gewerkschaftlichen LinksBlock (GLB), der sich eingehend mit der Materie beschäftigt hat.

Um das Achtfache teurer
So werden Masken des Typs FFP3 (sie bieten einen hohen Schutz) um bis zu 39,90 Euro pro Stück angeboten - „bei seriösen Anbietern kostet ein vergleichbares Modell keine fünf Euro“, sagt Erkinger. Für die herkömmlichen Schutzmasken legt man im Netz bis zu fünf Euro für das Stück hin, im Supermarkt gibt’s die Großpackung um 37,50 Euro für 50 Stück. Dazu werben die Anbieter mit angeblichen Partnern und Referenzen, um dem Kunden Seriosität zu vermitteln - wie etwa dem Roten Kreuz oder dem ÖGB, freilich ohne deren Wissen.

Außerdem werden auch falsche Versprechungen zur Wirksamkeit gemacht. „Ein Anbieter wirbt etwa mit der Wirkung von Nano-Silber in der Maske. Die antibakterielle Wirkung von Silber ist zwar bekannt, aber Bakterien sind eben bis zu 100-mal größer als Viren“, schüttelt der Experte den Kopf. „Abgesehen vom finanziellen Schaden besteht so die Gefahr, dass Menschen sich in falscher Sicherheit wiegen und so ihre Gesundheit gefährden“, warnt auch der Grazer Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer von der KPÖ.

„Gehen Sie lieber zum Fachhandel“
Eine Masche der Betrüger ist es auch, dass Kunden die Ware im Voraus zahlen müssen - die Masken treffen freilich nie ein. Erkinger rät jedenfalls zur Vorsicht. „Man sollte die Preise wirklich gut vergleichen und vielleicht auch lieber gleich zum Fachhandel gehen. Apotheken und Anbieter von medizinischen Produkten verfügen über geschultes Personal. Handyshops und andere branchenfremde Firmen können diese Beratung nicht bieten.“

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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