Ein Polizist erzählt

Positiv auf Corona getestet: „War ein Wahnsinn!“

Steiermark
28.04.2020 06:00

In München starb am Montag ein Polizist, der sich im Dienst mit dem Coronavirus infiziert hatte. Alleine in der Steiermark gab es seit Ausbruch der Krise bisher 17 erkrankte Beamte, zehn sind wieder genesen. Einer hat mit uns über seine fünfwöchige Quarantäne gesprochen.

Sechsmal wurde der 44-Jährige seit Ende März getestet. Um als gesund zu gelten, mussten zwei Testungen nacheinander negativ sein. Am Samstag war es so weit, seit Montag ist der Steirer wieder im Dienst - nach fast fünf Wochen Quarantäne.

„Es geht langsam wieder in die richtige Richtung“, erzählt er im „Krone“-Gespräch. „Aber es war ein Wahnsinn!“ Begonnen hatte alles nach einem 24-Stunden-Dienst mit starken Gliederschmerzen, Kopfweh und einer heftigen Niedergeschlagenheit. „Ich habe nur geschlafen.“ Das Ärgste sei aber der plötzliche Geschmacksverlust gewesen.

Plötzlich war der Geschmack weg
„Ich bin in der Früh aufgestanden, habe einen Kaffee getrunken und nichts mehr geschmeckt. Null. Der Geschmack war komplett weg. Ich bin verzweifelt.“ Der Anruf bei 1450 blieb zuerst erfolglos, da seine Symptome nicht passten. Doch mit Nachdruck aus dem Polizei-Einsatzstab wurde dann doch noch um 22 Uhr am selben Tag ein Test durchgeführt - und der war positiv!

(Bild: Christian Jauschowetz)

Gemeinsam mit den zwei Söhnen und seiner Frau wurde er abgesondert. „Wir hatten zum Glück im Haus alle Rückzugspunkte, konnten gut Abstand halten. Aber trotzdem waren wir froh, als es nach fast fünf Wochen vorbei war.“ Denn hingegangen sind sie nirgends. „Das wäre viel zu riskant gewesen, du willst ja keinen anstecken!“

Wo er sich infiziert hat, bleibt reine Spekulation. Möglicherweise an einem Tatort bei einer Kollegin. „Aber genau weiß ich es nicht!“

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