24.04.2020 15:53 |

Auch ÖSV-Star dabei

Chat mit Gisin und Co. bringt Shiffrin zum Weinen

Es sind schwere Tage für die Wintersportler. Die Saison ist vorbei, ohne, dass sie wirklich zu Ende ging. Die Pisten sind bis auf wenige Ausnahmen gesperrt und es gibt Ski-Orte, wo es nicht einmal mehr Schnee gibt. Kurzum: Eine nie gesehene Zeit für die Wintersportler. Besonders schwer hat es US-Star Mikaela Shiffrin, die Anfang Februar ihren Vater verlor. Und sich trotzdem einem Gespräch mit den Kolleginnen stellte.

Wie im Tennis und Fußball treffen sich in Live-Sport-Armen Zeiten die Ski-Profis auch im Internet. Und im Gegensatz zu Rafa Nadal, verstehen sie auch, wie die sozialen Medien, wie zum Beispiel „Instagram“, funktionieren. Denn auf Instagram lud Olympiasiegerin Michelle Gisin ihre Landsfrau Aline Danioth (22), ÖSV-Star Stephanie Venier (26, unten im Bild), US-Slalomqueen Mikaela Shiffrin (24), die Französin Tessa Worley (30, zweifache Riesenslalom-Weltmeisterin), die WM-Dritte Italienerin Marta Bassino (24) zum Plausch ein.

Wie die Schweizer Tageszeitung„Blick“ berichtet, wurden neben fröhlichen Themen (Danioth erholt sich gut von ihrem Kreuzbandriss (oben im Bild) und spielt mit der Familie Karten), auch schwierigere Themen angerissen, so zum Beispiel die Tatsache, dass Michelle Gisin ihren italienischen Freund Luca De Aliprandini seit acht Wochen nicht mehr sah (Venier fragte danach), weil sie die Grenze zwischen Schweiz und Italien nicht überqueren darf.

Shiffrin kann dem Lockdown auch Positives abgewinnen
Noch schwerer wurde es, als es um den schweren Schicksalsschlag ging, der Mikaela Shiffrin traf. Je länger das Gespräch dauerte, desto mehr Tränen hatte sie in den Augen, vor allem, als sie über ihren geliebten Vater Jeff sprach. Sie müsse sich jetzt mit den Finanzen auseinandersetzen, bis zu seinem Tod habe das immer ihr Vater gemacht, erzählte sie ihren Kolleginnen. Wenigstens habe sie im Lockdown die Zeit dafür, meint sie. „Eigentlich würden wir jetzt Ski fahren und ich hätte keine Zeit dafür. Nun haben wir den Lockdown und es fühlt sich an als würde Dad sagen: “Ihr braucht etwas Zeit, um damit klar zu kommen, also gebe ich euch jetzt etwas Zeit dafür."

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