18.04.2020 12:07 |

Zeitlich befristet

Walmart will 50.000 neue Mitarbeiter einstellen

Der umsatzstärkste Supermarktkonzern der Welt, der US-Einzelhändler Walmart, will während der Corona-Krise 50.000 weitere Mitarbeiter einstellen, um die gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln und Hygieneprodukten bewältigen zu können. In der Zwischenzeit korrigierten US-Wissenschaftler ihre Zahlen nach unten und rechnen nun mit 60.000 Toten infolge der Corona-Pandemie in den USA bis Anfang August. In Louisiana rief der US-Pastor Tony Spell zur Missachtung der Ausgangsbeschränkungen auf und hielt Gottesdienste in seiner Kirche ab, bei denen sich viele Gläubige mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierten.

Bereits zuvor hatte Walmart das frühere Ziel erreicht, 150.000 neue Mitarbeiter einzustellen. Pro Tag würden im Schnitt 5000 neue Mitarbeiter eingestellt. Viele dieser Menschen hätten vorher in der Restaurant- oder Hotelbranche gearbeitet. 85 Prozent der neuen Stellen seien zeitlich befristet oder in Teilzeit. Zuletzt hatten in den USA 22 Millionen Menschen innerhalb von nur einem Monat ihren Job aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie verloren.

US-Pastor ruft zur Missachtung der Auflagen auf
„Wahre Christen stört es nicht, am Coronavirus zu sterben“, sagte der US-Pastor Tony Spell, der seine Gemeinde dazu aufrief, die Auflagen zur Ausbreitung des Coronavirus zu missachten und trotzdem den Gottesdienst zu besuchen. Sein Anwalt besuchte zwei Gottesdienste und schüttelte dort Spell und anderen die Hände. Nun liegt er an Covid-19 erkrankt im Krankenhaus, weil sich sein Gesundheitszustand in den vergangenen Tagen verschlechterte. 

In Österreich sind Gottesdienste derzeit nicht erlaubt, gerade wird aber an Vorschlägen gearbeitet, wie diese künftig wieder möglich sein könnten. 

Wissenschaftler gehen von weniger Corona-Toten aus
Ein Modell der Universität von Washington geht indes von weniger Covid-19-Todesopfern in den USA aus als bisher angenommen. Als wichtigsten Grund für die niedrigere Zahl nannten die Wissenschaftler die strikte Einhaltung der Beschränkungen im öffentlichen Leben und in der Wirtschaft in den vergangenen vier Wochen. Vor einigen Tagen rechneten sie noch mit 69.000 Toten, derzeit gehen sie von 60.000 Corona-Toten aus.

Die „New York Times“ berichtete unterdessen, dass mindestens 7000 Menschen in den USA in Seniorenheimen an einer Coronavirus-Infektion gestorben seien. Damit stünden rund ein Fünftel aller Todesfälle infolge der Corona-Pandemie in den USA in Verbindung mit einer solchen Einrichtung.

Bis zum Freitagabend waren nach Angaben der Johns Hopkins Universität landesweit in den USA mehr als 36.000 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Insgesamt wurden in den USA bereits über 700.000 Infektionen gemeldet.

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