17.04.2020 07:50 |

hANS GEORG MUSTAFA

Laborchef warnt: „Es ist noch immer eine Krise“

Salzburg versucht langsam wieder in den Normalmodus zurückzukehren. Die SALK bereiten ein Konzept für Normalbetrieb vor. Doch Experten warnen davor, die aktuelle Situation auf die leichte Schulter zu nehmen. Labormediziner Hans Georg Mustafa betont: „Es ist für mich noch immer eine Krise.“

Bis Ende April soll ein Konzept bei den Landeskliniken (SALK) für die Rückkehr in den Normalbetrieb vorliegen. Speziell dringende medizinische Leistungen sollen Schritt für Schritt wieder in das Programm der Spitäler aufgenommen werden. „Dazu gehören die wichtigsten elektiven Eingriffe, der Betrieb der Notaufnahme sowie die kardiologischen und ambulanten Leistungen“, schildert Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP).

Der SALK-Krisenstab-Chef Richard Greil warnt jedoch: „Es wird in den nächsten Wochen zu einer Spaltung der Wahrnehmungen kommen.“ Zwar sei der Höhepunkt der Infektionen bereits erreicht. Der Gipfel der Todesrate stehe jedoch erst in einigen Wochen bevor. „Man kann damit rechnen, dass der Zeitpunkt für die Höchstrate an Todesfällen deutlich versetzt von der Spitze bei den Infektionen auftritt“, erklärt Greil. Auch dann sei weiterhin Geduld gefordert. Denn bis die Todesrate deutlich abnimmt, können laut Greil weitere Wochen vergehen.

Auch Hans Georg Mustafa, der das größte Privatlabor in Salzburg betreibt, will sich keinesfalls in falscher Sicherheit wiegen. „Es ist für mich noch immer eine Krise“, betont der Mediziner. Derzeit arbeitet sein Labor zwar unter der Kapazitätsgrenze von 1400 Tests pro Tag. Dennoch hat sich der Arzt bereits für mehr gerüstet: „Wir haben unsere Teams erneut flexibel eingeteilt.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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