10.04.2020 11:44 |

Anschobers Oster-Fazit

„Erste Etappe gelungen, aber noch nicht am Ziel“

Österreich bewegt sich bei der erwarteten Auslastung der Spitalskapazitäten „auf der sicheren Seite“. Das betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Karfreitag. „Die erste Etappe ist uns gelungen, aber wir sind noch lange nicht am Ziel.“ Laut Herwig Ostermann, dem Geschäftsführer von Gesundheit Österreich, gehen die Prognosemodelle für nächste Woche von einem leichten Rückgang bei den belegten Betten aus.

Seit etlichen Tagen habe man mehr Neu-Genesene als Neu-Erkrankte. „Das ist der beste Indikator, dass es in die richtige Richtung geht“, so der Gesundheitsminister. Man sei auf der sicheren Seite, was die Spitalskapazitäten betrifft.

„Das ist nicht das Endergebnis“
Anschober warnte die Bevölkerung aber erneut davor, die geltenden Maßnahmen - vor allem zur Distanzierung von Mitmenschen - ab nun nicht mehr einzuhalten: „Bitte bleiben Sie konsequent. Machen wir jetzt nichts kaputt, was wir sehr, sehr mühsam aufgebaut haben!“ Bisher habe man nur „die erste Etappe“ geschafft, „das ist nicht das Endergebnis“.

„Regionale Dynamiken“ berücksichtigen
In der Normalpflege gibt es derzeit laut offiziellen Zahlen 1032 Hospitalisierte, diese Zahl soll auf 600 bis 700 Personen zurückgehen. Bei den Intensivbetten waren am Freitagvormittag 261 belegt, erwartet werde ein Rückgang auf 200 bis 250 Erkrankte. Man müsse dabei aber „regionale Dynamiken“ berücksichtigen, sagte Ostermann. Das heißt, dass man bei einem größeren Ausbruch in einer bestimmten Region punktuell an die Grenzen der Kapazitäten gelangen könnte.

Erfreulich sei auch, dass der effektive Reproduktionsfaktor mittlerweile bei unter 1 liege. Diese Zahl gibt an, wie viele Mitmenschen eine infizierte Person derzeit ansteckt. Den Ausgangsfaktor (R0) unter 1 zu drücken war das erklärte Ziel der Bundesregierung.

1000 Infizierte in Spitalsbehandlung
Insgesamt befinden sich derzeit 1032 Infizierte in Spitalsbehandlung - diese Zahl ist nun bereits den vierten Tag in Folge rückläufig. Am Donnerstag wurden noch 1086 Corona-Patienten im Spital behandelt. Auf der Intensivstation liegen derzeit 261 Patienten, das sind um fünf weniger als noch am Vortag.

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