39-Jährige verhaftet

„Sugardaddys“ fielen auf eine Betrügerin herein

Oberösterreich
30.03.2020 19:00

Eine dreiste Betrügerin wurde in Attnang Puchheim verhaftet. Sie hatte Männern auf der Internetplattform „MySugardaddy“ Treffen versprochen. Gegen Bares. Aber statt der erotischen Rendezvous wurden die Opfer erpresst.

Polizisten der Polizeiinspektion Attnang-Puchheim führten seit Ende 2019 Erhebungen gegen eine 39-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck. Sie hatte auf den Internetplattformen Facebook, Willhaben und Shpock diverse Gebrauchsgegenstände, wie Handys, Thermomix, Computerspiele, Perchtenmasken usw. zum Verkauf angeboten, die sie gar nicht besaß. 22 Internetbetrügereien mit einem Gesamtschaden von 22.516,66 Euro wurden geklärt und zur Anzeige gebracht werden.

Erotische Treffen
Außerdem nahm die einschlägig vorbestrafte 39-Jährige über die Internetplattform „MySugardaddy“ Kontakt mit zwei Männern auf und veranlasste diese durch die Vortäuschung, zu einem Treffen und zu einer sexuellen Beziehung bereit zu sein, zur Überweisung von Geld. Zu den vereinbarten Treffen erschien sie jedoch nicht.

Wer profitiert vom hart erarbeiteten Geld? (Bild: APA/Barbara Gindl (Symbolbild))
Wer profitiert vom hart erarbeiteten Geld?

Schweigegeld
Anschließend erpresste sie die beiden Männer damit, dass sie deren Umfeld von ihren „sexuellen Neigungen“ informieren werde, sollten sie ihr kein „Schweigegeld“ bezahlen. Ein Opfer, das bereits 7.000 Euro überwiesen hatte, überwies daraufhin in Teilbeträgen insgesamt weitere 16.890 Euro. Vom zweiten Opfer, das zuvor 600 Euro per Western Union bezahlt hatte, forderte die Frau 7.000 Euro „Schweigegeld“, das jedoch nicht bezahlt wurde.

Konto der Tochter
Die 39-Jährige ließ sich die Geldbeträge auf das Konto ihrer 11-jährigen Tochter überweisen, weil ihr eigenes Konto derart überzogen war, dass das Geld nicht ausbezahlt worden wäre. Die Beschuldigte wurde festgenommen und in die Justizanstalt Wels eingeliefert.

In der Welser Justizanstalt starb ein Häftling an Drogenkonsum. (Bild: APA/RUBRA)
In der Welser Justizanstalt starb ein Häftling an Drogenkonsum.
(Bild: Christoph Gantner)
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