27.03.2020 21:12 |

Aufseher fordern:

Banken sollen 6 Monate keine Gewinne ausschütten

Auf Banken kommt die große Aufgabe zu, Unternehmen und private Haushalte durch die Krise zu tragen. Daher sollen Kreditinstitute in der Eurozone ihr Geld selbst beisammenhalten, hat die EZB-Bankenaufsicht beschlossen. Das sieht auch die Finanzmarktaufsicht auf nationaler so: Banken sollen für das nächste halbe Jahr keine Gewinne ausschütten, so die Aufforderung.

Die Beschlüsse betreffen auch schon das vergangene Geschäftsjahr 2019. Ob diese nach sechs Monaten fortgesetzt werden müssen, werde die wirtschaftliche Entwicklung zeigen.

FMA: Dividendenausschüttung „wäre völlig unverständlich“
Wegen der Corona-Pandemie hätten die Staaten in noch nie da gewesenem Ausmaß Hilfs- und Unterstützungspakete beschlossen, um Realwirtschaft und Finanzwirtschaft zu schützen, schrieben die beiden Aufsichtsbehörden. „Es wäre völlig unverständlich, wenn Banken ihre finanziellen Ressourcen durch eine unverantwortliche Ausschüttungspolitik schmälerten“, unterstrichen die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller.

Banken müssen selbst Schock durch Coronavirus verkraften
Nun gehe es darum zusammenzustehen. Der durch die Coronakrise verursachte wirtschaftliche Schock müsse möglichst abgefedert werden. Und es müssten Voraussetzungen geschaffen werden, damit man nach der Krise bald wieder voll durchstarten könne. Die Kreditinstitute hätten eine verantwortungsvolle Funktion für die Volkswirtschaft und sie müssten selbst den Schock und dessen Folgen verkraften.

Die EZB beaufsichtigt die großen Geldhäuser Europas, darunter sind in Österreich unter anderen Raiffeisen Bank International (RBI) sowie Erste Group und BAWAG. Der Aufruf zum Dividendenverzicht erging vonseiten der FMA auch an alle anderen Banken in Österreich. Einige Großbanken hatten davor für 2019 bereits Dividendenerhöhungen in Aussicht gestellt.

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