10.03.2020 10:23 |

Wegen Coronavirus

Italien will 10 Milliarden € in Wirtschaft stecken

Die Wirtschaft Italiens ist von der Coronavirus-Epidemie schwer getroffen - um die verheerenden Auswirkungen einzugrenzen, will das Land nun mit milliardenschweren Maßnahmen entgegenhalten. Die Regierung wird am Mittwoch ein Paket mit wirtschaftsfördernden Maßnahmen beschließen - dafür will Rom von der EU-Kommission mehr Flexibilität beim Defizit fordern.

Bisher hatte sich Italien mit der EU-Kommission auf mehr Ausgaben in Höhe von 7,5 Milliarden Euro geeinigt - daraus sollen nun zehn Milliarden Euro werden. Mit diesen Maßnahmen wird Italien die Drei-Prozent-Defizitschwelle sprengen.

Industrieminister begab sich in freiwillige Quarantäne
Der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli erklärte Patuanelli im Interview mit „Radio Capital“, die Regierung sei sich bewusst, dass sie viele Opfer von den Italienern verlange. „Wir sind dazu gezwungen, weil unser Gesundheitssystem in eine Krise geraten könnte“, sagte Patuanelli. Der Minister hatte sich selbst unter Quarantäne gestellt, nachdem einer seiner Mitarbeiter sich am Coronavirus infiziert hatte. Die zweiwöchige Quarantäne geht für den Minister am Mittwoch zu Ende.

Die Nervosität in der Bevölkerung nahm zu, nachdem die Regierung in Italien am Montagabend ein Reise- und Versammlungsverbot verhängt und somit das Land de facto abschottet hatte. Noch in der Nacht stürmten viele Menschen Supermärkte, die noch offen hatten. Die Massen wurden schließlich nur in Kleingruppen eingelassen, es kam sogar zu Handgreiflichkeiten im Eifer des Gefechts.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).