04.03.2020 06:00 |

„Schmuggel-König“

12 Millionen Zigaretten per Paketdienst verschickt

Ein rekordverdächtiger „Schmuggel-König“ ging den Wiener Zollfahndern ins Netz. Der moldawisch-rumänische Doppelstaatsbürger soll in den vergangenen fast drei Jahren beinahe jeden Tag zu uns gependelt sein - von einem Lager aus wurden dann mehr als zwölf Millionen Zigaretten nach Großbritannien versendet.

Von Jänner bis Oktober 2019 soll das gewinnbringende dunkle Tschick-Geschäft gelaufen sein. Bis die Finanzpolizei nun dem kriminellen Treiben ein Ende setzte. Von Bratislava aus pendelte der Verdächtige mit dem Auto beinahe jeden Tag zu seiner „Arbeit“ in die Bundeshauptstadt.

Die darin bestand, Zigaretten aus der Ukraine in einem angemieteten Lager per Versand eines ahnungslosen Paketdienstleiters über sogenannte Pick-up-Shops in das Vereinigte Königreich weiterzuschicken. Sowohl die auf den Paketen angebrachten Daten der Versender, aber auch der Empfänger waren entweder widerrechtlich verwendet oder gefälscht.

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Allein auf die in diesem geklärten Fall geschmuggelten Zigaretten wären über 2,9 Millionen Euro Steuern und Abgaben entfallen.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)

2,9 Millionen Euro entgingen der Finanz
Durch diese raffinierte Vorgehensweise wurden nachweislich 12,250.500 Stück Glimmstängel verhehlt. Der Finanz entgingen an Steuern und Abgaben 2,9 Millionen Euro. Das (rechtskräftig) harte Gerichtsurteil vor wenigen Tagen für den Verdächtigen auf dem Wiener Landesgericht: acht Monate unbedingte Haft und 1,6 Millionen Euro Geldstrafe.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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