13.02.2020 19:35 |

Einladung zu Treffen

Kanzler Kurz Anfang März bei Trump im Weißen Haus

Bundeskanzler Sebastian Kurz wird Anfang März von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen werden. Es ist schon das zweite Treffen im Jahresabstand und durchaus ungewöhnlich, da Regierungschefs selbst größerer Staaten froh sein können, wenn sie wenigstens einmal im Oval Office zum US-Präsidenten vorgelassen werden.

Donald Trump schätzt Sebastian Kurz, der von manchen Zeitgenossen schon als ein „Trump-Versteher“ eingeordnet wird. Am 10. Jänner hatte der US-Präsident Sebastian Kurz zur zweiten Kanzlerschaft gratuliert und den Wunsch nach einem neuen Treffen zum Ausdruck gebracht: „Ich war von unserem ersten Treffen im Februar 2019 sehr erfreut gewesen.“ Daher würde er, Trump, Kurz bald gerne wieder treffen.

Kurz zu Kongress in Washington
Laut Bundeskanzleramt wird Kurz in den ersten März-Tagen in Washington an der Jahrestagung der israelisch-amerikanischen Lobbyorganisation AIPAC (The American Israel Public Affairs Committee) teilnehmen. Der Kongress findet vom 1. bis 3. März in der US-Hauptstadt statt. Rund um dieses Ereignis werde noch ein Termin mit Trump gesucht, hieß es.

Trump sieht Kurz als „interessanten Sprecher Europas“
Der US-Präsident signalisierte, dass er Kurz als einen interessanten Sprecher Europas empfindet. Beide verbinden einige außenpolitische Ansichten, die andere in Europa so nicht teilen:

  • Kurz begrüßte den Nahostplan Trumps und unterstützt die Israelpolitik des US-Präsidenten. Der Kanzler hat enge Beziehungen zu Trumps einflussreichem Schwiegersohn Jared Kushner (verheiratet mit Ivanka Trump), der ein Autor des Plans und mit Israel eng verbunden ist.
  • Der Kanzler steht wie die USA an der Seite des venezolanischen Oppositionsführers Juan Guaido und anerkennt ihn als Präsidenten (statt Maduro).
  • Trump gefällt die Politik der Bundesregierung gegen illegale Migration.
  • Trump schätzt die Visegrad-Staaten der Ost-EU, zu denen auch Kurz gute Beziehungen unterhält.

Kurz will bei Trump ein Wort für Europa einlegen
Der Kanzler sieht sich in der Rolle des Brückenbauers, um bei dem europakritischen Präsidenten mehr Verständnis für die Rolle Europas zu erwirken. Dazu ist wichtig, dass man von Trump gemocht wird.

Kanzler war schon im Vorjahr Gast bei Trump
Kurz war im Februar 2019 zum ersten Mal im Weißen Haus zu Gast gewesen. Beide Länder vereinbarten damals eine strategische Partnerschaft. Zuletzt besuchte in der vergangenen Woche Außenminister Schallenberg (ÖVP) die USA und traf in Washington seinen Amtskollegen Mike Pompeo. Die USA seien sowohl in bilateralen und internationalen Fragen „nach wie vor ein wichtiger Partner“, betonte Schallenberg bei dieser Gelegenheit. Bei dem Gespräch mit Pompeo habe er den Eindruck gewonnen, dass es wieder ein wachsendes Interesse der USA an Österreich gebe - größer als dies zuletzt der Fall gewesen sei.

Kurt Seinitz, Kronen Zeitung/krone.at

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 28. Oktober 2020
Wetter Symbol