12.02.2020 17:24 |

ÖSV-Boss zu Kollegen:

„Wenn wir hinter Schweizern landen, höre ich auf“

Ja, was ist denn da los? Die Schweizer Zeitung „Blick“ sorgte am Mittwoch mit einem Schröcksnadel-Sager für Aufregung bei Österreichs Ski-Fans. „Wenn wir im Nationencup hinter den Schweizern landen, höre ich auf“, wird der ÖSV-Boss dort online in fetten Lettern zitiert. Und das könnte schneller passieren, als uns allen lieb ist. Denn im Moment rangiert Österreich im Länderkampf der Alpinen 497 Punkte hinter den Eidgenossen auf Rang 2. 

Ob Österreichs Ski-Präsident Peter Schröcksnadel seine Drohung allerdings wirklich wahr macht, ist höchst fraglich. Denn: Das von den Schweizern verwendete Zitat ist rund ein Jahr alt. Während der WM in Are soll der 78-jährige Tiroler zu Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann gesagt haben: „Wenn der Tag kommt, an dem du mit deinen Schweizern vor uns den Nationencup gewinnst, höre ich sofort auf.“ Lehmanns Konter damals: „In dem Fall wirst du noch ungefähr drei Jahre Präsi sein - dann werden wir soweit sein, um euch schlagen zu können.“

„Für uns verändert sich nichts“
Doch nun sind unsere Ski-Stars doch schneller als erwartet hinter die Schweizer zurückgefallen. Vielleicht wittern die Eidgenossen auch deshalb plötzlich Morgenluft. Fest steht: Noch ist der Nationencup nicht verloren. „Einen Marcel Hirscher kann keine Nation vorgeben“, stellte Schröcksnadel letzte Woche auf den Rückstand angesprochen klar.

Aber selbstverständlich wolle man den Nationencup am Ende der Saison erneut gewinnen, doch die Österreicher dürften sich deswegen nicht noch zusätzlich unter Druck setzen, so der Präsident. Und Schröcksnadel stellt klar: „Für uns verändert sich nichts. Ob wir das gewinnen oder nicht, es verändert sich nichts“, so der 78-Jährige, dass es kein Malheur wäre, würde man nach drei Jahrzehnten Dominanz einmal leer ausgehen. Also doch wohl eher kein vorzeitiger Rücktritt!

Druck für die Schweiz
Unter Zugzwang seien vielmehr die Schweizer, die derzeit 497 Punkte vor Österreich in Führung liegen. Denn wie Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann vor kurzem erklärte, bekäme sein Verband dank leistungsabhängiger Verträge mit Partnern eine hohe Geldsumme für den Sieg im Länderranking. „Die haben, glaube ich, mehr Druck als wir“, vermutet Schröcksnadel.

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