12.02.2020 12:20 |

Lage bleibt angespannt

Weniger Asylanträge - aber Aberkennungen steigen

Licht und Schatten bei der aktuell präsentierten Jahresbilanz des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl: Während die Antragszahlen 2019 im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken sind und die Verfahrensdauer deutlich verkürzt werden konnte, wurde fast 50 Prozent mehr Migranten der Asylstatus aberkannt als 2018. In jedem dritten Fall wegen Kriminalität!

Das Positive vorweg: Im vergangenen Jahr wurden mit insgesamt 12.511 Asylanträgen in Österreich um 1235 weniger gestellt als noch 2018. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2015 hatte man 88.340 zu bearbeiten. Und: Auch die Verfahrensdauer in erster Instanz konnte von den Experten im Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl auf durchschnittlich unter drei Monate verkürzt werden.

8600 verloren Asylstatus
Alarmierend hingegen: Wurde im Jahr davor noch rund 6000 Migranten der Asyl- bzw. Schutzstatus entzogen, waren es 2019 bereits 8600! Rund ein Drittel davon, weil die betroffenen straffällig geworden sind.

Die Bilanz, aber ebenso die aktuell prekäre Flüchtlingslage auf dem Balkan werden auch Thema sein, wenn EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Mittwoch zu Gast bei Österreichs Innenminister Karl Nehammer ist.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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