12.07.2010 14:52 |

Leicht verschätzt

Steirischer Autobus bleibt mitten in Aquädukt stecken

Mit Schrecksekunden hat am Samstag in Pfaffstätten in Niederösterreich der Ausflug des aus 25 Personen bestehenden Bad Ausseer Frauenchors geendet. Der Lenker des Reisebusses folgte blind dem Navi und unterschätzte die Höhe des Fahrzeuges. So kam es, dass das Gefährt in einer Unterführung steckenblieb. Zwei Insassen wurden verletzt.

"Wir machen jedes Jahr einen Ausflug", berichtet Hans Jandl, der Leiter des Bad Ausseer Frauenchors. "Am Samstag haben wir uns die Freiluftarena in Baden bei Wien angeschaut, sind weiter nach Mayerling und wollten dann zum Heurigen nach Gumpoldskirchen."

Auf der Fahrt vertraute der Lenker seinem Navi, das ihm die kürzeste Strecke vorschlug, die nach Pfaffstätten führte. Dort - vier Kilometer von Wien und Jause entfernt - endete die anfangs vergnügliche Reise um 12.30 Uhr abrupt in einem Aquädukt. Wie der Chauffeur später zerknirscht einigen Fahrgästen eingestand, hatte er sich bei den Höhenangaben vertan und geglaubt, der 2,60 Meter hohe Bus passe in den 2,70 Meter hohen Tunnel. Doch da hatte sich der Steirer um gut einen Meter verschätzt.

Reisebus schwer beschädigt
"Es hat geknirscht und gekracht, Splitter sind herumgeflogen und zwei Frauen wurden verletzt", schildert Hans Jandl den Unfall. Der Bus wurde schwer beschädigt - eine finanzielle Katastrophe für den Ausseer Kleinunternehmer. Für die Reisenden gab es dann doch noch schöne Stunden. Pfaffstätten organisierte Shuttlebusse zum Heurigen. "Beim Wein", so Jandl, "haben wir den Unfall fast vergessen."

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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