19.01.2020 07:21 |

Beeindruckende Zahlen

In Hirscher-Manier: Feuz dominiert Abfahrts-Welt

Die wegen des nächtlichen Schneefalls verkürzte Strecke konnte die Schweizer Party nicht bremsen. 33.000 Fans feierten bei blitzblauem Himmel den dritten Abfahrts-Erfolg von Beat Feuz (nach 2012, 2018) in Wengen. Die Österreicher gingen leer aus, „Mothl“ Mayer verpasste das Podest um sieben Hundertstel.

Wie macht das dieser Feuz? In 17 der letzten 19 Weltcup-Abfahrten stand der Emmentaler auf dem Podest - das sind Erfolgsserien, die in den letzten Jahren Marcel Hirscher im Slalom und im Riesentorlauf vorbehalten waren.

„Katrin hat mir die Augen geöffnet in Sachen Fitnesstraining und Ernährung“, sagt der Schweizer Ski-Held. Und meint damit seine Tiroler Lebensgefährtin Katrin Triendl, die er seit der Junioren-WM 2006 in Quebec kennt und mit der er in der Tiroler Gemeinde Aldrans wohnt.

„Mothl“ wieder Bester
Nicht umsonst trägt Beat, der schon viel Verletzungspech hatte (elf Operationen!), den Spitznamen „Kugelblitz“. Seine Liebe fürs Schweizer Käsefondue ist bekannt. „Beat sitzt noch immer gerne auf der Couch. Aber mittlerweile weiß er, wann er aufstehen muss“, sagt Ex-Weltcup-Läuferin (bis 2010) Katrin, die sich mit Beat seit Juni 2018 über Töchterchen Clea freut.

Trotz der beeindruckenden Konstanz von Feuz: Der Südtiroler Dominik Paris bleibt ihm dicht auf den Fersen! Und jetzt wartet Kitz, das Lieblingsrennen von Paris. Das Feuz übrigens noch nie gewonnen hat. Quasi seine letzte Mission. In Kitzbühel wollen Österreichs Abfahrer zur Revanche blasen. Wobei Matthias Mayer als Kombi-Sieger und Abfahrts-Vierter mit der Ausbeute natürlich gut leben kann. Aber: „Es war mehr drinnen! Feuz und Paris sind unglaubliche Kaliber, bleiben immer am Ball. Aber ich hätte sie schlagen können.“ Ein schwacher Start und ein Verschneider nach dem Eisenbahntunnel kosteten „Mothl“ wohl den Sieg.

„Extrem schade, aber trotzdem eine lässige Einstimmung auf Kitzbühel.“ Für den entthronten Titelverteidiger Vincent Kriechmayr war’s diesmal ein bescheidener Ausflug - das Brüggli-S zog ihm tagelang den Nerv. „Die ganze Woche war leider irgendwie verkorkst“, ärgerte sich Vinc. „Jetzt heißt es die richtigen Schlüsse ziehen und in Kitz zurückschlagen!“ Das erste Training auf der Streif steigt erst am Mittwoch, es bleibt also zumindest ein wenig Zeit zum Verschnaufen.

Alex Hofstetter/Wengen, Kronen Zeitung

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