11.01.2020 17:27 |

Feuerstein-Fehlstart

Patricks Pech: Auch Hirscher-Know-How half nicht

Der Weg zu seinen ersten Weltcuppunkten gestaltet sich für Skirennläufer Patrick Feurstein zäh. Am Samstag in Adelboden war es fast so weit. Als Riesentorlauf-18. klassiert, fand sich später ein DSQ hinter seinem Namen. Weil er zu früh gestartet war, wurde der Vorarlberger disqualifiziert. Unterstützt wird der 23-Jährige auf der Suche nach Konstanz seit ein paar Wochen auch von Ferdinand Hirscher.

Feurstein gehört dem B-Kader des Österreichischen Skiverbands an, er trainiert in der Gruppe „Weltcup Riesentorlauf“ unter der Leitung von Benjamin Pranter mit seinen Kollegen Stefan Brennsteiner, Roland Leitinger und Daniel Meier. Spezielle Unterstützung erhält er von Hirscher sen unten im Bild), der nach dem Rücktritt seines Sohnes Marcel Hirscher im ÖSV als Trainer arbeitet und sich die 1:1-Betreuung eines Athleten wünschte.

Der Arbeitstag für Feuerstein auf dem Chuenisbärgli begann mit einer ungeplanten Einlage. Er war im ersten Durchgang mit Nummer 50 stark unterwegs, wurde aber wegen eines Sturzes und ob der kurzen Starintervalle abgewunken. „Man erlebt immer wieder coole Sachen, hier in Adelboden wird einem nie langweilig“, nahm er es locker. Als vorletzter Läufer ging er als 65. nochmals über die Piste und erreichte als 25. und zweitbester Österreicher das Ziel. Und im Finale ging es noch weiter nach vor.

Meilenstein - dann Rückschlag
Verständlich war die Freude und erste Reaktion. „Ein Meilenstein, den sich jeder Skifahrer wünscht, das erlebt man nur einmal im Leben, die ersten Weltcuppunkte! Bei der Kulisse ist das unglaublich cool“, sagte Feurstein im Zielraum. Es war das sechste Weltcuprennen seiner Laufbahn, und nach Adelboden vor einem Jahr erst die zweite Finalteilnahme. Vergangenes Jahr wurde ihm ein Ausrutscher auf dem Zielhang zum Verhängnis, heuer die Regel 613.7 des Internationalen Skiverbands (FIS). Sie besagt, dass der Läufer fünf Sekunden vor oder fünf Sekunden nach dem offiziellen Signal aus dem Starthaus muss. Feurstein war laut Informationen des ÖSV eine halbe Sekunde zu früh. Übrigens passierte dieses Missgeschick 2007 ebenfalls in Adelboden auch Rainer Schönfelder.

Top-Zusammenarbeit
Zur Zusammenarbeit mit Ferdinand Hirscher meinte Feuerstein: „Die Zusammenarbeit passt sehr gut, es funktioniert top. Ich bin froh, dass er mir hilft, und dass alle anderen Trainer mir helfen. Das läuft super“, erzählte Feurstein. „Er hilft mir extrem vor allem auch im Materialbereich, weil er so viel Erfahrung aus seiner Zeit mit Marcel hat. Er hat mir geholfen, dass ich auf dieses Niveau komme.“ Das Ziel des Athleten vom SV Mellau für die nächsten Rennen. „Konstant in die 30 reinfahren.“

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