Während sich der größte Teil der ÖSV-Damen aktuell in Südamerika vorbereitet und die „Speed West“-Gruppe erst heute nach Neuseeland anreist, durfte eine andere Österreicherin am Donnerstag in Coronet Peak bereits ihren ersten Podestplatz der Saison feiern: „Rebellin“ Franziska Gritsch fuhr beim ANC-Slalom auf Rang zwei.
Im Vorjahr hatte die 27-jährige Ötztalerin für Schlagzeilen gesorgt, nachdem ihre Liebe zu ihrem damaligen Gruppentrainer Florian Stengg öffentlich und dieser daraufhin innerhalb des ÖSV versetzt wurde.
Eine Entscheidung, mit der das Paar nicht leben wollte, weshalb man sich dazu entschied, die Trainingsstruktur des Skiverbands zu verlassen und sein Glück auf eigene Faust zu versuchen.
Einen Weg, den die Europacupgesamtsiegerin der Saison 2021/22 auch in der neuen Saison fortsetzt. Nachdem die Ötztalerin ihren langjährigen Ausrüster Head verlassen hat, setzt sie nun auf Blizzard-Material. Gemeinsam mit ihrem Servicemann Michael Mattle und Trainer-Lebensgefährten Stengg reiste zur Vorbereitung nach Neuseeland.
Und das Mini-Team scheint zu funktionieren. Bei einem Slalom im Rahmen des Australian-New Zealand-Cups (ANC) – dem ozeanischen Pendant des Europacups – fuhr Gritsch auf Rang zwei, nur 0,09 Sekunden hinter der siegreichen Lokalmatadorin Piera Hudson. Lag die WM-Silbermedaillengewinnerin von 2019 im Teambewerb nach Lauf eins noch auf Rang drei, konnte sie sich mit der zweitbesten Laufzeit in Durchgang zwei noch um eine Position verbessern.
Meissl schneller als Ex-Weltmeister
Bei den Herren gab es in Abwesenheit von Neo-Holländer Marcel Hirscher einen Schweizer Doppelsieg durch Reto Maechler und Joel Luetolf, Rang drei holte sich der für Belgien startende Salzburger Sam Maes. Bester ÖSV-Starter war der kaderlose Salzburger Christoph Meissl. Der 24-Jährige belegte 1,79 Sekunden hinter Maechler Rang zwölf, direkt vor dem norwegischen Slalom-Weltmeister von 2021 in Cortina, Sebastian Foss-Solevag.
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