08.01.2020 10:39 |

Arbeit niedergelegt

Indien steht still: 250 Millionen streiken

Bei landesweiten Protesten in Indien am Dienstag sollen bis zu 250 Millionen Menschen teilgenommen haben. Fast alle großen Gewerkschaften, Bauernverbände und mehrere unabhängige Organisationen hatten dazu aufgerufen. Der Streik könnte sich als der größte in der Geschichte des Landes herausstellen. Die Protestierenden demonstrierten gegen die hohe Arbeitslosigkeit, für höhere Mindestlöhne und eine bessere soziale Absicherung.

Das Land mit der weltweit zweitgrößten Bevölkerung nach China leidet derzeit unter den Folgen einer schwächelnden Wirtschaft, es fehlt an Wachstum und Millionen Jobs. Die Gewerkschaften machten bei dem Streik vor allem gegen die ihrer Meinung nach menschen- und arbeiterfeindliche Politik von Premierminister Narendra Modi mobil. Von den etwa 1,3 Milliarden Einwohnern Indiens sollen am Dienstag bis zu 250 Millionen auf die Straße gegangen sein, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Die Teilnehmer des Streiks kamen aus allen Wirtschaftsbereichen, von der Finanzindustrie über die Telekommunikationsbranche bis hin zu Fabrikarbeitern. Mehrere Banken informierten bereits im Voraus die indischen Börsen darüber, dass die Streiks Auswirkungen auf den Bankensektor haben würden. Es handelte sich bereits um den vierten landesweiten Streik der zehn großen Gewerkschaften, seit Narendra Modi 2014 an die Macht gekommen war.

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