28.12.2019 11:30 |

39 zusätzliche Kameras

Innsbruck: „Film ab“ in den Waffenverbotszonen

Alles im Blick! In der Innsbrucker Bogenmeile und im Bereich des Hauptbahnhofs wurde die polizeiliche Videoüberwachung mit insgesamt 39 zusätzlichen Kameras gehörig aufgerüstet.

Wir schreiben den 25. November 2018: Nur wenige Tage vor dem Inkrafttreten der Waffenverbotszone wird am Anfang der berüchtigten Bogenmeile ein 21-jähriger Vorarlberger von einem zunächst unbekannten Täter mit einem Messer kaltblütig niedergestochen. Das Opfer, Michael P., erlag kurze Zeit später in der Innsbrucker Klinik seinen schweren Verletzungen.

Die Bluttat selbst war auf Überwachungsbildern nicht zu sehen - schließlich waren es aber andere Videoaufzeichnungen, die zum mutmaßlichen Täter führten. Der Afghane stritt beim Prozess alles ab - die Geschworenen entschieden jedoch: Er war der Messerstecher. Einweisung in eine Anstalt!

Mehr als 40 Kameras haben ab sofort alles im Blick
Um schreckliche Verbrechen wie diese künftig verhindern bzw. zumindest effektiver aufklären zu können, setzt die Polizei am Hotspot Bogenmeile und im Bereich Hauptbahnhof (dort trat die Waffenverbotszone am 1. März 2019 in Kraft) nun verstärkt auf technische Überwachung. Konnten die zuständigen Inspektionen Saggen und Bahnhof bisher nur auf zwei steuerbare Kameras zurückgreifen, so wurden diese jetzt um 39 „Fixkameras“ erweitert.

„Das Problem bisher war, dass der Beamte am Monitor nur den Bereich gesehen hat, auf den er hingesteuert hatte. Was dahinter oder daneben passiert ist, konnte er freilich nicht beobachten. Das war uns schon lange ein Dorn im Auge“, so Tirols Landespolizeidirektor Helmut Tomac am Freitag bei einem Pressegespräch.

Videobilder bleiben 48 Stunden gespeichert
Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler konkretisierte: „Die Positionierung dieser Kameras gewährleistet eine permanente Videoaufzeichnung des gesamten Überwachungsbereiches, der sich vom Claudiaplatz bis hin zum Busterminal am Bahnhof mit Teilen der Straßenzüge Brixner Straße und Salurner Straße erstreckt. Die Zonen wurden zudem um die Dreiheiligenstraße und den Bürgergarten sowie die Verbindung zwischen Bogenmeile und Museumstraße erweitert.“

Was für die Ermittlungsarbeit von besonderer Bedeutung ist, ist die Tatsache, dass die Videoaufzeichnungen jeweils für 48 Stunden gespeichert werden. „Dadurch kann die Aufklärungsquote an diesen Hotspots noch einmal erhöht werden. Wir erwarten uns von der neuen Anlage aber auch eine präventive Wirkung“, betonte Kirchler weiter. Die Technik ist eine willkommene Unterstützung - die Polizeipräsenz werde dadurch aber nicht zurückgefahren!

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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