12.12.2019 20:05 |

Über 70 Soldaten tot

IS reklamiert blutigen Anschlag in Niger für sich

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat sich zu dem Anschlag auf ein Militärlager in Niger vom Dienstag mit mehr als 70 Toten bekannt. Wegen der Attacke hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein für kommende Woche geplantes Gipfeltreffen der Sahel-Staaten abgesagt.

Wie das auf die Überwachung extremistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen Site am Donnerstag berichtete, reklamierte der westafrikanische IS-Ableger Iswap den Anschlag auf den Stützpunkt Inates für sich.

Laut Site gab Iswap die Zahl der durch den Anschlag getöteten nigrischen Soldaten mit mehr als hundert an. Das nigrische Verteidigungsministerium hatte zuvor den Tod von 71 Soldaten mitgeteilt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hatten Hunderte dschihadistische Kämpfer die Armeebasis nahe der Grenze zu Mali mit Mörsern und Granaten gestürmt. Eine „beträchtliche Anzahl von Terroristen“ wurde demnach „neutralisiert“.

Tödlichste Attacke seit 2015
Es war die tödlichste Attacke seit dem Beginn islamistisch motivierter Gewalt in dem westafrikanischen Land 2015. Der Elysée-Palast teilte am Donnerstag mit, der geplante Sahel-Gipfel werde auf Jänner verschoben. Anlass des Gipfels ist überdies der Tod von 13 französischen Soldaten in Mali Ende November.

Macron verlangt von der G5-Sahel-Gruppe, zu der Mali, Mauretanien, Niger, der Tschad und Burkina Faso gehören, ein klares Bekenntnis zum Anti-Terror-Kampf in der Region.

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