07.12.2019 09:07 |

Nicht genervt

Schwarz: „Diese Fragen lassen mich komplett kalt!“

Marco Schwarz, unsere größte Zukunftshoffnung im Kampf um den Gesamt-Weltcup, bestreitet in Beaver Creek den ersten Riesentorlauf nach seinem Kreuzbandriss und sagt: „Ich will wieder um Siege mitfahren“. Kaum zu glauben, aber Marco Schwarz ist zum ersten Mal in Beaver Creek! „Lässig, sogar einen kleinen Eislaufplatz haben sie da“, meint der Kärntner. Morgen wird’s im Riesentorlauf ernst. Dass „Blacky“ fast täglich auf die Rolle als potenzieller Nachfolger von Marcel Hirscher angesprochen wird, nervt ihn (noch) nicht.

„Ich lass mich nicht stressen“, sagt Schwarz. Der nach seinen drei (!) Medaillen bei der WM in Åre wenige Tage später in Bansko einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Kein Stress und Geduld. Das gilt in doppelter Hinsicht. Einerseits braucht „Blacky“ Geduld, was die aktuellen Leistungen betrifft. Der Slalom in Levi, sein Comebackrennen, mit Platz 25 „war okay“. Im morgigen Riesentorlauf in Beaver Creek (17.45/20.45 Uhr) will er „die feine Klinge auspacken“. „Denn die ist auf dem nordamerikanischen Schnee gefragt. Hier ist die etwas rundere Linie wohl die bessere Wahl.“ Über kurz oder lang will der 24-Jährige natürlich wieder dorthin, wo er vor der Verletzung war.

Der „logische“ Kandidat
Was bedeutet: Sieg- oder zumindest Podest-Kandidat in drei Disziplinen, nämlich im Slalom, in der Kombi und im Riesentorlauf! Und damit wäre er logischerweise ein Kandidat für den Gesamt-Weltcup. Auch da ist viel Geduld gefragt. Kaum ein Medientermin vergeht, ohne dass Schwarz mehrmals aufs Hirscher-Erbe angesprochen wird. „Ich werde da von den Medien hineingedrängt“, weiß Schwarz. „Einerseits eine Ehre, weil Marcel unbestritten jahrelang der Beste der Welt war. Aber ich gehe meinen eigenen Weg. Unterm Strich lassen mich diese Fragen also komplett kalt.“

Heute Abfahrts-Rodeo
Bevor die Riesentorläufer rund um „Blacky“ Schwarz im Einsatz sind, geht es heute (19 Uhr) in der Abfahrt auf der „Birds-of-Prey“-Piste zur Sache. „Hier herunter spielt eine andere Musik“, weiß Max Franz (oben im Bild) nach dem eher gemütlichen Auftakt letzte Woche in Lake Louise. Denn hier in Beaver Creek ist alles gefragt: Gleiterqualität, technisches Können in den extrem steilen Passagen und viel Mut bei den weiten Sprüngen! Vincent Kriechmayr sagt: „Hier gewinnt der kompletteste Abfahrer!“

Alex Hofstetter, Beaver Creek, Kronen Zeitung

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