04.12.2019 12:25 |

Kulturhauptstadt

Wolfgangsee-Gemeinden wollen ein Stück vom Kuchen

Die Wolfgangsee-Gemeinden St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang (OÖ) haben sich gegen eine Beteiligung an der Bewerbung des Salzkammerguts zur Kulturhauptstadt 2024 entschieden. Jetzt steht fest: Bad Ischl als Vertreter der Region erhält den Titel! Die SPÖ befürchtet eine verpasste Chance und will sich doch beteiligen.

Jenseits der Landesgrenze scheint das Gras grüner – besonders jetzt, wo das Salzkammergut sich mit Bad Ischl 2024 europäische Kulturhauptstadt nennen darf. Die Wolfgangsee-Gemeinden haben sich geschlossen gegen eine Beteiligung entschieden. Das Konzept widerspreche der touristischen Werbelinie, so die Begründung. Anders sieht das Karl Hager, SPÖ-Gemeinderat von Strobl: „Der Kulturtourist kommt nicht in Buskolonnen. Außerdem wurden wir nie gefragt, ob wir uns beteiligen wollen. Das wurde über unsere Köpfe hinweg entschieden.“ Bis März könnten die Gemeinden sich noch umentscheiden. Die SPÖ will das Thema in der Gemeindevertretung auf die Tagesordnung setzen.

In St. Gilgen wurde zwar abgestimmt, man habe sich aber zu wenig mit dem Konzept auseinandergesetzt, gesteht SPÖ-Vorsitzende Helga Stadler ein: „Wir haben uns vorher damit zu wenig beschäftigt. Da gab es auch von unserer Seite Versäumnisse. Wir wollen, dass die Gemeinde noch einmal darüber nachdenkt. Bürgermeister Otto Kloiber (ÖVP) versteht den späten Sinneswandel nicht: „Wir haben darüber abgestimmt und uns gegen eine Beteiligung ausgesprochen. Man kann aber über alles reden.“ Die Entscheidung hänge aber auch von den anderen Gemeinden ab.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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