01.12.2019 11:30 |

„Feuriges“ Fest

Achtung! Adventzeit kann brandgefährlich werden

Vom Adventkranz bis zum Christbaum - wenn am Sonntag die erste Kerze angezündet wird, steigt auch die Gefahr in Tiroler Haushalten. Vieles kann in der Adventzeit für ein Drama sorgen.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie brennen deine Äste!“ Mit dem heutigen ersten Advent wird es auch gleichzeitig wieder brandgefährlich. Studien zufolge ereignen sich nämlich im Dezember und Jänner im Schnitt viermal so viele Brände wie in den üblichen Monaten des Jahres. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand: Brennende Kerzen, dürre Adventkränze und Christbäume können wahrlich eine höchst explosive Mischung ergeben. Denn vor allem in beheizten Räumen trocknen Tannenzweige schnell aus. „Fangen die Nadeln Feuer, kann innerhalb von 20 Sekunden ein Vollbrand entstehen. Und die Flammen können sich in Windeseile ausbreiten“, warnt etwa das Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Brandrisiko erhöht sich mit jedem einzelnen Tag
Ein etwa zwei Meter hoher Christbaum hat nämlich im Schnitt rund 400.000 Nadeln. Und das darin enthaltene Harz ist leicht entflammbar. „Das Brandrisiko erhöht sich mit jedem Tag, an dem der Baum in der geheizten Wohnung steht“, warnen Experten. Die Flamme entwickelt nicht nur eine Temperatur von 600 bis 800 Grad, auch sollte man im Umkreis von 50 Zentimetern keine brennbaren Dinge aufbewahren. Denn schon ein wenig Zugluft kann großes Leid nach sich ziehen. Wer dann einen vielleicht lebensrettenden Rauchmelder zu Hause hat, der kann sich mehr als glücklich schätzen.

Neben Adventkränzen und Christbäumen gibt es aber noch zahlreiche weitere Brandherde, an die man im ersten Moment gar nicht denkt. Kachel- und Kaminöfen sorgen in der kalten Jahreszeit für Wärme, die heiße Asche wird aber oft achtlos entsorgt. Mülleimerbrände, die dann oft Haus- oder Wohnungsfassaden angreifen, gibt es Jahr für Jahr in Tirol. Und auch defekte Lichterketten können zu echten Dramen führen.

Bei Verwendung von echten Kerzen auf Adventkränzen oder Christbäumen sollte ein Kübel Wasser (im Idealfall ein Feuerlöscher) bereitstehen. Vorsicht: Auch bei elektrischen Lichterketten kann es durch einen Defekt zu einem Brand kommen.

Folgende Tipps sollte man beherzigen:

      • Bei Verwendung von echten Kerzen auf Adventkränzen oder Christbäumen sollte ein Kübel Wasser (im Idealfall ein Feuerlöscher) bereitstehen. Vorsicht: Auch bei elektrischen Lichterketten kann es durch einen Defekt zu einem Brand kommen.
      • Beim Anzünden der Christbaumkerzen immer oben am Wipfel beginnen.
      • Kränze oder Bäume sollten möglichst mit Abstand zu Vorhängen oder anderen leicht entzündlichen Textilien aufgestellt werden.
      • Auf brennbaren Schmuck, wie unter anderem Strohsterne, sollte verzichtet werden.
      • Christbaumständer verwenden, die man mit Wasser befüllen kann. So bleibt der Baum viel länger frisch.
      • Brennende Kerzen auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen - auch nicht kurz.
      • Kinder nicht mit dem Feuer spielen lassen. Zündhölzer und Feuerzeuge sicher lagern. Kinder sollten Kerzen nur unter Anleitung von Erwachsenen anzünden.
      • So schön sie auch sein mögen: Wunderkerzen (Sternspritzer) sollten vermieden werden. Sie stellen eine enorme Brandgefahr dar.
      • Im Ernstfall den Feuerwehrnotruf 122 wählen!
Hubert Rauth
Hubert Rauth
Samuel Thurner
Samuel Thurner
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