14.11.2019 17:33 |

Schneechaos

24 Stunden in Spital eingeschneit: „Team war toll“

„Ich bin so stolz auf unser Team, alles ist gut gegangen!“ Sven Ziegler, Departmentleiter im obersteirischen LKH Stolzalpe, ist erleichtert. Mehr als einen Tag lang mussten Patienten, Mitarbeiter, Schüler und Kinder - in Summe fast 700 Personen - nach starken Schneefällen im Spital ausharren. Am Donnerstag dann die „Befreiung“.

Seit Mittwochvormittag war die Straße zum Krankenhaus auf der Stolzalpe bei Murau gesperrt. Operationen mussten verschoben werden, fast 700 Personen - darunter circa 240 Patienten, 280 Angestellte, etwa 70 Teilnehmer einer Schulung und acht Kindergartenkinder - waren die Nacht über von der Außenwelt abgeschnitten. Zu gefährlich erschien die Zufahrt nach starken Schneefällen, immer wieder knickten Bäume wie Streichhölzer um.

Geschlafen wurde auf allem, was zur Verfügung stand - Matratzen, Sessel und sogar Bänken. Die Zeit vertrieben sich einige mit Filmeschauen. Man versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. Ein in der Ambulanz aufgebautes Frühstücksbuffet belohnte für die anstrengende Nacht mit wenig Schlaf. Währenddessen arbeiteten die Einsatzkräfte unter größter Gefahr die umgestürzten Bäume auf der Straße auf.

Ausgeschlafenes Personal rückte an
Donnerstagmittag öffnete sich dann das ersehnte, kurze Zeitfenster: Die Straße war geöffnet, die Menschen durften endlich vom Berg herunter, ausgeschlafenes Personal wurde hinaufgelotst, Versorgungsfahrten konnten durchgeführt werden. Die Erleichterung war groß!

Banger Blick aufs Wochenende
Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt, ein angekündigter Sturm und erneute Niederschläge könnten am Wochenende für weitere Probleme sorgen. Etliche Haushalte waren am Donnerstag noch vom Stromnetz getrennt.

Kevin Geissler und Monika Krisper, Kronen Zeitung

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