13.11.2019 12:06 |

Kein Strom, Unfälle

Schneechaos in weiten Teilen Österreichs

Der erste heftige Schneefall dieser Saison sorgt derzeit in einigen Teilen des Landes für Chaos: Kärnten, Tirol, Salzburg und die Steiermark sind betroffen. Es kam zu mehreren Verkehrsunfällen, Straßen mussten gesperrt werden. Zudem stürzten zahlreiche Bäume um. Es kam zu Stromausfällen in Tausendenen Haushalten. Außerdem blieben zahlreiche Schulen geschlossen. Die Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz.

Schulen in Kärnten gesperrt
Die starken Schneefälle führten in den westlichen Landesteilen Kärntens zu Problemen: Einige Straßen mussten wegen Gefahr durch umstürzende Bäume gesperrt werden, dazu kamen Abschnitte mit Schneekettenpflicht. Weil auch keine Schulbusse fahren konnten, blieben elf Schulen am Mittwoch geschlossen.

Umgestürzte Bäume sorgten in Oberkärnten auch für Stromausfälle. Wie Kelag-Sprecher Josef Stocker sagte, waren rund 4000 Haushalte in den Bezirken Hermagor, Spittal und Villach-Land ohne Strom. Wie lange es dauert, bis die Versorgung wiederhergestellt ist, ist noch unklar: „Rund 100 unserer Monteure sind im Einsatz, wegen der zahlreichen Straßensperren kommen sie aber an manchen Orten gar nicht zu den beschädigten Leitungen“, so Stocker.

Stromausfälle in Osttirol
In Osttirol kam es aufgrund der Schneelast zu Baumstürzen und Seilrissen. Ein großflächiger Stromausfall war die Folge. In etwa 2500 Haushalten ging das Licht aus. Über die Nachtstunden waren fünf Servicetrupps im Einsatz. Zur Unterstützung waren seit den frühen Morgenstunden weitere sechs Trupps aus Nordtirol nach Osttirol unterwegs, so ein Sprecher. Haushalte in rund zehn Gemeinden waren von den Stromausfällen betroffen, das Villgratental war vorerst komplett von der Stromversorgung abgeschnitten.

Wegen der starken Schneefälle blieben im Bezirk Lienz am Mittwoch auch 17 Schulen geschlossen, berichtete Bezirkshauptfrau Olga Reisner nach einer Besprechung der Bezirkseinsatzleitung. „Die Situation ist im Griff. Probleme bereitet der schwere Schnee. Die Einsatzkräfte und der Straßendienst sind bemüht, Verkehrsbehinderungen zu minimieren“, erklärte Reisner zudem.

Die Bevölkerung wurde vor Schneebruch und Lawinengefahr gewarnt. „Wegen Schneebruchgefahr bitte nicht in den Wald gehen oder sich unter Bäumen aufhalten. Bei Wetterbesserung bitte unbedingt die Warnungen der Lawinenkommissionen und des Lawinenwarndiensts beachten“, so die Bezirkshauptfrau in einem dringenden Appell.

Probleme in Salzburg
In Salzburg gab es Mittwochfrüh vor allem auf der Tauernautobahn Probleme. Zahlreiche Lastwagen blieben hängen. „Die stehen nicht nur am Pannenstreifen, sondern zum Teil auch auf der Fahrbahn. Das behindert die Räumungsarbeiten zusätzlich“, teilte eine Sprecherin des ÖAMTC mit.

Als Folge wurde der Katschbergtunnel zwischen Salzburg und Kärnten gesperrt. Zudem berichteten Einsatzkräfte vor allem in Pongau und Lungau von viel Baumbruch. Viele Bäume und Äste hielten der Schneelast nicht stand und stürzten auf Straßen. Vereinzelt waren auch Stromleitungen betroffen. Wie die Salzburg AG informierte, wurden die Stromausfälle im Pongau und Pinzgau mittlerweile behoben, im Lungau waren am Vormittag rund 800 Haushalte ohne Strom.

Die Techniker der Salzburg Netz GmbH seien bereits mit der Behebung der Störungen beschäftigt. Einzig die Gemeinde Hintermuhr (Lungau) war wegen Lawinengefahr vorerst nicht für die Arbeiter erreichbar, da die Straße in den Ort gesperrt ist. Bei Bad Gastein fiel die Sende-Anlage des ORF auf dem Stubnerkogel aus. Große Teile des Gasteinertales können deshalb derzeit keine Radio- und TV-Programme über Antenne empfangen.

Schneeinsätze in der Steiermark
In der Obersteiermark kam es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse zu einigen Unfällen. Alleine im Bezirk Liezen musste die Feuerwehr in der Nacht zu sieben Einsätzen ausrücken. Pkw und Lkw blieben auf den Schneefahrbahnen hängen oder kamen von den Fahrbahnen ab.

Wie die Energie Steiermark mitteilte, verursachte der nasse, schwere Schnee vor allem im Raum Rohrmoos und bei Stadl an der Mur Probleme bei der Stromversorgung. Rund 100 Trafostationen mussten Mittwochfrüh außer Betrieb gehen, etwa 2500 Haushalte waren betroffen. Das Personal wurde aufgestockt, sagte Sprecher Urs Harnik-Lauris. Außerdem zog man die Bereitschaften zusammen.

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