Wood K Plus

Linzer Innovation kommt aus 900 Grad heißem Ofen

Altenberger Straße 69 in Linz-Urfahr: Im Science Park laufen die Fäden bei Wood K plus zusammen. Forscher tüfteln hier am Kompetenzzentrum Holz an neuen Möglichkeiten. Christian Fürst etwa entwickelte mit seinem Team hochporöse Carbon-Formkörper, die auch die Jury beim Landespreis für Innovation überzeugten.

Am Tisch des Besprechungsraums im Science Park hat Christian Fürst drei zylinderförmige Stücke positioniert, um zu zeigen, woran der Wood-K-plus-Forscher mit seinem siebenköpfigen Team arbeitet.

Förderungen der EU und vom Land OÖ
Der 48-Jährige erklärt, wie aus einem Gemisch aus Holzfasern und Kunststoff ein hochporöser Carbon-Formkörper wird. Das Rohmaterial wird dazu in einem Ofen gebrannt: Bei 900 Grad erfolgt in einer Stickstoff-Atmosphäre die Verwandlung zum Kohlenstoff. Für den nächsten Schritt der Weiterverwandlung ist dann ein erneuter Brennvorgang notwendig - diesmal sogar bei 1600 Grad. Das Grundlagenforschungsprojekt wird aus Fördertöpfen der Europäischen Union und dem Land Oberösterreich unterstützt. „Sehr wichtige Mittel für uns“, sagt Fürst.

Projekt läuft noch bis 2021
Wer von den Erkenntnissen der Linzer profitieren kann? „Die biobasierten, faserverstärkten Kunststoffe können als Filter oder auch als Elektrode eingesetzt werden“, so Fürst. Die Elektrode könnte in einer Brennstoffzelle als Energiespeicher von Nutzen sein, auch Benzinfilter würden wirksamer werden. Das beim Landespreis für Innovation ausgezeichnete Projekt läuft bis zum Jahr 2021. Und danach? „Werden wir weitere Projekte in diese Richtung angehen“, so Christoph Unterweger, der das auf Fasern, Carbon und Keramiken spezialisierte Team bei Wood K plus leitet.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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