Eltern-Wunsch:

Lehrerin soll nach Pensionierung weiterarbeiten

Die Eltern der Linzer Volksschule 42 im Stadtteil St. Magdalena laufen seit Monaten Sturm. Sie möchten, dass die 21 Kinder in der vierten Klasse ihre Lehrerin behalten dürfen, obwohl die Pädagogin mit Ende Oktober 65 Jahre alt wird und ihre Pension antritt. Die Bildungsdirektion verweigerte eine Dienstverlängerung.

„Wir sind so wütend und enttäuscht, das kann sich gar keiner vorstellen“, macht die Mutter eines betroffenen Schülers ihrem Ärger Luft: „Der Herr Direktor hat uns am Mitte Mai informiert, dass die Lehrerin nur noch bis Ende Oktober unterrichten wird. Er hat uns auch einen Brief gezeigt, dass er beim Schulamt um eine Verlängerung angesucht hat. Wir haben daraufhin an Bildungsdirektor Klampfer einen Brief als Eltern geschickt, bekamen aber nie eine Antwort, wurden bei Anrufen immer nur vertröstet. Wir haben uns daraufhin an das Bildungsministerium gewandt. Dort haben alle gesagt, dass eine Verlängerung der Dienstzeit kein Problem wäre und es sie wundert, dass es in Linz nicht so gehandhabt wird.“

Werner Schlögelhofer, Leiter des Bereichs Pädagogischer Dienst sagt: „Die besagte Pädagogin vollendet Ende Oktober ihr 65. Lebensjahr. Im Dienstrecht ist klar geregelt, dass Lehrer, wenn nicht besondere dienstliche Interessen vorliegen, mit Vollendung des 65. Lebensjahres in Ruhestand gehen müssen. Die Eltern wollten, dass diese Lehrerin bleibt. Wir haben genug junge Lehrer, die auf einen Job warten.“

Die Lehrerin hatte zwar heuer zu Jahresbeginneine Dienstverlängerung beantragt, als diese im August vom Schulamt zurückgewiesen wurde, habe sie, laut Bildungsdirektion, aber auch nicht dagegen berufen.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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