17.10.2019 13:00 |

Nach acht Jahren

Elisabeth Zanon gibt den Hospizvorsitz zurück

Über acht Jahre hatte Elisabeth Zanon den Vorsitz der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft inne. Am Mittwoch verkündete sie ihren Rücktritt und gab das Amt an Marina Baldauf zurück - die langjährige „Hospizlerin“ kümmerte sich bereits jahrelang (bis 2011) um die Leitung. Baldauf bedankte sich und äußerte schon Zukunftspläne.

„Als Elisabeth Zanon vor mehr als acht Jahren meine Nachfolgerin wurde, habe ich gewusst, dass sie jetzt genau zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist“, bedankte sich Baldauf bei Zanon. „Dass es jetzt das Hospizhaus Tirol gibt, war zu meiner Zeit noch in weiter Ferne und trotzdem schon in unserem Denken und Planen verankert. Es ist dir gelungen, Nägel mit Köpfen zu machen.“ Mit viel Einsatz und Professionalität habe Zanon die letzten Jahre erfolgreich die Leitung der Gemeinschaft übernommen.

Lob vom Landeshauptmann
Zanon blickte mit Wertschätzung auf die vergangenen Jahre zurück: „Es war für mich ein Geschenk. Mit dem Hospizhaus Tirol ist die Bewegung noch sichtbarer geworden und nun selbstverständlicher Teil des Gesundheitssystems.“ Dementsprechend sprach auch Landeshauptmann Günther Platter ein Lob aus: „Mit ihrem aktiven Einsatz als ehrenamtliche Vorsitzende hat Elisabeth Zanon wesentlich dazu beigetragen, die Hospiz-Gemeinschaft in Tirol zu einer nicht wegzudenkenden Einrichtung in unserem Land zu machen.“

Erfahrung des Sterbens
Nach acht Jahren kehrt Baldauf nun wieder in ihr Amt zurück. In der Zwischenzeit pflegte sie ihren Ehemann – welcher vor drei Jahren verstarb. „Dank der Erfahrungen, die ich in der Hospiz-Gemeinschaft sammeln durfte, hatten wir den Mut, uns auf den letzten gemeinsamen Lebensabschnitt bewusst einzulassen“, erinnerte sich Baldauf. Nun käme sie um die Erfahrung des Sterbens und Abschiednehmens bereichert zurück und habe schon einige Ideen für die Zukunft.

Hospiz als Feuerstelle
Ihr Hauptanliegen sei vor allem, jene wichtigen Werte, die die Gemeinschaft ausmachen würden, beizubehalten. „Die Lebendigkeit der Hospizidee zu erhalten und weiterhin eine Feuerstelle für die Bewegung in ganz Tirol zu sein ist das Hauptaugenmerk“, erklärte die langjährige „Hospizlerin“. Außerdem solle eine professionelle palliative Betreuung in Heimen und Krankenhäusern ein selbstverständlicher Bestandteil der letzten Lebensphase sein. „Ebenso sollen Kooperationen das Tun der Hospiz- und Palliativentwicklung in Tirol stärken. Konkurrenzhaftes Verhalten ist hier fehl am Platz“, führte sie weiter aus. Neben Kooperationen, brauche man auch die finanzielle und ideelle Unterstützung der Bevölkerung.

Hannah Tilly

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