16.09.2019 11:50 |

Nur in Salzburg

Deutliches Plus bei Privatinsolvenzen

Während österreichweit die Zahl der Privantinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, verzeichnet Salzburg als einziges Bundeslang ein deutliches Plus. 

8060 Privatinsolvenzen gab es in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres in Österreich. Das ist zwar um 7,9 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor, die Zahlen sind aber nur bedingt vergleichbar, da es im Jahr 2017 eine Novelle im Insolvenzrecht gab. Diese erleichterte die Privatpleite, weil die Mindestquote, die der Schuldner zurückzahlen muss, gesenkt wurde.

„Das Jahr 2017 mit lediglich 4758 eröffneten Privatkonkursen dokumentiert das damalige Zuwarten auf die Novelle, mit welcher ab 01.11.2017 die zehnprozentige Mindestquote im Abschöpfungsverfahren abgeschafft wurde und dieses zudem von sieben auf fünf Jahre verkürzt wurde“, schreibt dazu der AKV Europa in einer Aussendung.

Die Durchschnittsverschuldung der Privaten lag heuer bei 134.700 Euro. Das ist ein Viertel über dem Wert von 2016, aber um ein Fünftel unter dem Wert von 2018, rechnet der AKV vor.

Im Bundesländervergleich sticht Salzburg hervor, wo die Privatkonkurse sogar gegenüber dem Rekordjahr 2018 um neun Prozent zugenommen haben. Im Vorjahr waren es noch 329 Privatinsolvenzen, heuer bereits 359. In allen anderen Bundesländern sind Rückgänge zu verzeichnen.

Bei den Firmeninsolvenzen ist die Lage mit 2252 eröffneten Pleiten bundesweit annähernd unverändert. Hierbei verzeichnete Tirol mit einem Plus von über 30 Prozent einen dramatischen Anstieg. In Salzburg ist der Anstieg von rund fünf Prozent deutlich geringer.

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