16.09.2019 06:00 |

Salzburg gegen Genk

Fußball-Königsklasse lässt Kassen klingeln

Gastronomie, Hotellerie, Verkehr, Handel: Nicht nur für Red Bull Salzburg bedeutet die erste Königklassen-Teilnahme ein riesen Plus in der Vereinskasse. Auch die lokale Wirtschaft freut sich am Dienstag auf 29.520 Fußball-Fans, rund 10.000 zusätzliche Nächtigungen und einen neuen Image-Gewinn, der es in sich hat...

Salzburg und der Fußball sind mittlerweile ein unzertrennliches Paar. Nach sechs Meistertiteln geht es nun erstmals in die große Königsklasse, in der der Serien-Champion mit den Starklubs auf ein und demselben Parkett tanzt.

Der erstmalige Einzug ins Konzert der Großen lässt nicht nur die Fan-Herzen höher schlagen - auch die Kassen klingeln allerorts. Der Tourismus fiebert dem ersten von drei Heimspielen gegen KRC Genk am Dienstag um 21 Uhr in der Bullen-Arena entgegen: „Wir gehen derzeit von 10.000 zusätzlichen Nächtigungen alleine durch das Spiel aus - immerhin erwarten wir rund 3000 belgische Fans, die im Schnitt pro Tag 200 Euro ausgeben werden“, rechnet Leo Bauernberger, der Chef des Salzburgerland-Tourismus, eifrig vor.

Ganz abgesehen von der Strahlkraft: „Das Spiel wird in über 100 Ländern live übertragen, das stärkt unseren Ruf als Sportland enorm“, so der bekennende Red Bull-Fan, der gern auf die rund 30 internationalen Fußball-Camps im Land verweist - wie etwa auf den Stopp des großen FC Schalke 04 in Mittersill.

Auch Verkehr, Handel und Gastro profitieren

Aber nicht nur die Hoteliers haben mit dem Mega-Event ihre Freude: Auch Verkehr, Handel und Gastro profitieren. Die Veranstaltung löst einen Umsatzeffekt aus - nicht nur im Stadion wird beim ausverkauften Spiel mit 29.520 Fans mehr als eine Million Euro Umsatz erzielt.

  • Beispiel Taxi: Die rund 450 Salzburger Taxler haben am Dienstag viel zu tun: „Wir gehen davon aus, dass wir ein Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent haben werden“, freut sich Erwin Leitner von der Wirtschaftskammer. Die Hotspots? Rund ums Stadion, Bahnhof, Rudolfskai, Gstättengasse.
  • Beispiel Öffis: „Rund 200 Mitarbeiter werden in Stadt und Land zusätzlich im Dienst sein (normaler Wochentag: 2500 Mitarbeiter) - angefangen von Lokführern bis zur Security“, so Johannes Gfrerer vom Verkehrsverbund.

Aber: Nicht alle setzen auf das Spiel. Wie das Sternbräu: „Für uns sind solche Events oft ein Nullsummen-Spiel: Zusatzeinnahmen gehen meist für die Schäden auf, die die Fans hinterlassen“, so Eva Burgstaller. Wie viel Salzburg insgesamt durch die drei anstehenden Königsklassen-Heimspiele einnimmt, ist unklar. Jährlich erwirtschaftet der Fußball in Österreich 667 Millionen Euro.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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