12.09.2019 17:56 |

Eine Milliarde Euro

Die Steirer sind Vorreiter beim Internet-Shopping

Die „Schallmauer“ im Online-Handel ist durchbrochen: Im Jahr 2018 gaben die Steirer erstmals mehr als eine Milliarde Euro im Internet aus. 570.000 Menschen bestellen online, 21 Prozent sogar über ihr Smartphone. Auch für den stationären Handel kann die steirische Wirtschaftskammer eine positive Bilanz ziehen.

Vier, fünf Klicks, mehr braucht es nicht, und schon ist ein neuer Pulli, ein neues Buch, ein neuer Fernseher bestellt. Mittlerweile ist es weit mehr als die Hälfte der Steirer (61 Prozent), die so einkauft. Ein Viertel der steirischen Betriebe verfügt über einen Online-Shop.

Der Wettbewerb mit der (Billig-)Konkurrenz aus dem Ausland bleibt aber eine Herausforderung: So geht zum Beispiel fast die Hälfte der Einkäufe ins EU-Ausland - und das sind auch Steuern, die dorthin wandern. „Hier sind Österreich und die EU gefordert“, sagt Gerhard Wohlmuth, Spartenobmann für den Handel in der steirischen WKO. „Der Wettbewerb muss nach fairen Spielregeln ablaufen.“

Umsatz-Plus auch im stationären Handel
Wenn so viele online einkaufen, leidet dann der stationäre Einzelhandel? Nein, bilanziert die Wirtschaftskammer. 1,6 Prozent mehr Umsatz können die analogen Händler in der Steiermark für das erste Halbjahr 2019 verzeichnen. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Österreich-Schnitt. Handel noch immer attraktiver ArbeitgeberAußerdem haben viele Menschen einen neuen Job im Einzelhandel gefunden: 1,4 Prozent mehr Beschäftigte, „das bedeutet 600 Mitarbeiter mehr“, sagt Karin Gavac von Institut KMU Forschung Austria.

Wichtig ist es, auffindbar zu sein
Laut Wohlmuth wolle man den Online-Handel zwar forcieren, aber gleichzeitig verhindern, dass kleine und mittlere Unternehmen aus dem Stadtkern abwandern. Außerdem gehe es nicht darum, dass jeder einen Online-Shop hat, denn es kostet viel Geld, einen solchen einzurichten. Vielmehr sei es wichtig, im Internet auffindbar zu sein, sagt der Handels-Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig. „Gerade die kleinen und mittleren Betriebe wollen wir motivieren, im Internet präsent zu sein.“ Wenn sie von den Unternehmen wüssten, würden auch junge Leute in der Nähe einkaufen, ist Zaponig überzeugt.

Hannah Michaeler
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 krone.at
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