11.09.2019 06:30 |

Viele Tipps

Richtig Ausmalen - so einfach geht‘s!

Letzte Woche haben wir Ihnen verraten, wie sich Farbe bei der Gestaltung von Innenräumen wirkungsvoll einsetzen lässt. In Zeiten zahlloser Heimwerker-Videos im Internet ist das Ausmalen von Wänden eine Kunst, die jeder erlernen kann. Ein paar bunt gemischte Tipps rund um Farbtöpfe, Deckkraft und das richtige Malgerät.

Qualitätskriterien
Bei Farbe kommt es auf die Deckkraft, die Reichweite und die sogenannte Nassabriebbeständigkeit an. Hochwertige Farben haben hohe Deckkraft (am besten Klasse 1), damit lassen sich selbst dunkle Wandfarben oft schon im ersten Durchgang komplett deckend überstreichen. Die Nassabriebbeständigkeit beschreibt die Widerstandsfähigkeit der Farbe gegen mechanischen Abrieb (z.B. durch Abwischen oder häufiges Berühren). Auch hier wird nach fünf Klassen unterschieden (Bestwert = Klasse 1).

Farbmusterkarten
Bedenken Sie, dass Musterkartenfarben aus dem Baumarkt bei Tageslicht ganz anders wirken als bei Kunstlicht. Prüfen Sie also bei allen möglichen Lichtstimmungen, bevor Sie entscheiden. Die Farbkarten können mit Klebestreifen an der Wand befestigt werden, um die Sache aus der Ferne zu betrachten. Oder Sie fragen nach einer Farbprobe und nehmen einen Mini-Farbtopf zum Testen mit nach Hause.

Hell & dunkel
Wenn Sie einen bestimmten Farbton aus einer Farbpalette ausgewählt haben, bestellen Sie ihn um ein bis zwei Nuancen heller. Das tun z.B. auch Friseure bei der Wahl des Haarfärbemittels. Der Farbton auf der kleinflächigen Farbkarte erscheint immer etwas heller. Auf einer großen Oberfläche wird der gleiche Farbton einen dunkleren Eindruck machen.

Oberflächlichkeiten
Auch die Wandoberfläche ist für die Farbwirkung mitentscheidend. Auf einer glatten Wand erscheint die Farbe heller als auf strukturierter Oberfläche. Bei glattem Untergrund greift man zu einem Farbroller mit kurzem Flor. Für gröbere Wandstrukturen (Tapeten, raue Putze) sind Langflor-Rollen besser geeignet.

Untergrund vorbereiten
Egal wo gemalt wird: der Untergrund sollte fest, trocken und sauber sein. Nicht tragfähige Altanstriche sind zu entfernen, ebenso Nägel und Dübel, die nicht mehr benötigt werden. Die Löcher mit Spachtelmasse auffüllen, Risse aufkratzen und verfüllen. Auf stark bzw. ungleichmäßig saugenden Untergründen ist ein Grundierungsanstrich dringend zu empfehlen.

Kalt & warm
Glänzende oder matte Farben? Auch die machen einen atmosphärischen Unterschied. Ein matter Farbton wirkt wärmer, glänzende Farben strahlen hingegen eher Kühle aus.

Steckdosen
Steckdosen vor dem Ausmalen abmontieren. Dazu Sicherung rausdrehen und einfach die Mittelschraube entfernen. Das verbleibende Element komplett abkleben, um die Leitungen vor Farbe zu schützen. Malerkrepp langsam von der Farbkante abziehen, bevor die Farbe vollständig getrocknet ist.

Farbenlehre für die Innenraumgestaltung

  • Zwei Farben harmonieren besonders gut, wenn sie aus derselben Farbfamilie kommen, z.B. dunkles und helles Rot. Oder aber beide Farben kontrastieren diametral - stehen sich auf dem Farbkreis also exakt gegenüber (z.B. Rot-Grün, Blau-Orange). Auch Schwarz-Weiß ist ein extremer Kontrast, der gut harmoniert.
  • Eine der Grundregeln der Innenarchitektur besagt, dass man einen Raum nicht mit zu vielen Farben überladen soll. Zwei, maximal drei Farben, wobei das Gewicht auf einer bestimmten Farbe liegt. Bei zwei Farben sollte das Verhältnis also nicht 50:50 betragen, sondern etwa 70:30. Bei drei Farben z.B. 70:20:10.
  • Als Farbträger kommen alle möglichen Elemente in Frage: Wände, Möbel, Vasen, Vorhänge, Pölster usw. Wenn Sie alles auf eine Farbe setzen möchten, bietet sich ein Mix aus verschiedenen Texturen an: matte und glänzende Oberflächen. Oder mischen Sie verschiedene Stoffe derselben Farbe: Samt, Satin, Leinen, Leder etc.
  • In größeren Räumen lassen sich durch den Einsatz unterschiedlicher Farben verschiedene Bereiche im Raum voneinander abgrenzen.

Günther Kralicek, Kronen Zeitung

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