27.08.2019 08:00 |

Ministerin Patek:

„Habe in New York von Galtür-Tragödie erfahren“

Den 23. Feber 1999 werden nicht nur die Galtürer nie mehr vergessen: Eine Riesenlawine tötete 31 Menschen. Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, machte am Sonntag im Rahmen ihres Alpbach-Aufenthaltes einen Abstecher nach Galtür, um sich ein Bild von der Bewältigung der Tragödie zu machen.

„Ich war gerade in New York, als ich dort von dem schrecklichen Lawinenunglück in der Zeitung las“, erinnert sich Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek, die beim Forum Alpbach weilt, „ich wollte unbedingt nach Galtür, um zu sehen, wie man diese unvergessliche Naturkatastrophe verarbeitet hat.“ Die Ministerin machte sich gemeinsam mit BM Toni Mattle, Daniel Kurz und Gebhart Walter von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) vor Ort ein Bild von den Lawinenschutzbauten. So zu sagen die Experten unter sich, denn Patek war vor der Interimsministerschaft die Sektionschefin WLV.

Emotionale Szenen
Eine interessierte und staunende Ministerin sah man auch im Alpinarium, dem Haus der Geschichte des Dorfes. Und es kamen auch die Emotionen wieder hoch, die unvergesslichen, die vor nunmehr 20 Jahren die Galtürer in Atem hielten: Im integrierten Kino läuft nämlich wie in der Schleife jener Film, der den mentalen Zustand der Dorfleute in Form von Interviews widerspiegelte.

Geburtsstunde der Krisenintervention
„Man stellte sich noch geschockt von der Tragödie die Grundsatzfrage, ob die Sicherheit überhaupt noch gewährleistbar ist, oder ob man wegziehen sollte“, weiß Ortschef Mattle, „wir konnten aber sehr schnell den Wiederaufbau angehen und bereits bis zum Sommer ist schon viel passiert. Auch die ,Wildbach’ hat großartige Arbeit geleistet.“ Musik in den Ohren der Ministerin, die die Aufbauarbeiten damals begleitet hatte: „Die Galtür-Katastrophe hat vieles verändert. Hier war die Geburtsstunde der Krisenintervention, Toni Mattle hat sie eingeführt. Und wir bekommen seither problemlos Finanzmittel - jährlich rund 160 Millionen Euro - für den Gefahrenschutz.“

Hubert Daum

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