Unfall in Rumänien

„Die Versicherung hat nichts für uns getan“

Der Fahrradunfall der kleinen Theresa (6) aus Vorchdorf in einem rumänischen Dorf könnte schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. In Rumänien wurde zwar ein CT gemacht, die Kleine aber nur neurologisch untersucht. Der Vater erhebt jetzt Vorwürfe gegen die Europ Assistance der Generali: „Es hat gar nichts funktioniert.“

Eine wahre Odyssee hat die Familie Panic aus Vorchdorf hinter sich. Vater Christian war mit seinen zwei Töchtern (6 und 8) und seiner Frau in Rumänien, um die schwerkranke Schwiegermutter zu pflegen. Am Mittwoch stürzte die Sechsjährige mit dem Fahrrad in der Hofeinfahrt. In einem rumänischen Krankenhaus wurde zwar eine Computertomographie gemacht, Theresa allerdings nur neurologisch behandelt. „Ich war immer wieder im Kontakt mit der Europ Assistance der Generali, wo es eine Versicherung gibt. Es ist nichts passiert, kein Kontakt zu Ärzten hergestellt“, so der verärgerte Vater.

Fünf Spitäler in Rumänien besucht
Nachdem die Kleine in fünf Spitälern in Rumänien nie von einem Kiefer- oder Unfallchirurgen behandelt wurde und kein Rücktransport nach Österreich innerhalb von 24 Stunden organisiert wurde, reichte es dem Vater. Kurzerhand packte er seine Familie und machte sich auf nach Österreich. Trotz Schmerzmittel musste sich Theresa während der 600 Kilometer langen Heimfahrt mehrmals übergeben.

Komplizierter Kieferbruch
In Eisenstadt wurde Theresa zwei Tage nach dem Unfall das erste Mal von einem Unfallchirurgen behandelt. Es wurde ein komplizierte Kieferbruch diagnostiziert. Besonders schwerwiegend ist die Fraktur, weil sich Theresa im kritischen Alter des Gesichtsschädelwachstums befindet. Von Eisenstadt wurde sie mit dem Rettungsauto nach Vöcklabruck gebracht und nun zu Kieferspezialisten ins Uniklinikum Salzburg. Von der Versicherung war auf „Krone“-Anfrage niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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