02.08.2019 14:10 |

Verstappen ohne Angst:

„Vaters Auto brannte, bin aber nicht gegen Tanken“

Durch seine Siege in Österreich und am vergangenen Sonntag auf dem Hockenheimring verkürzte der Niederländer Max Verstappen den Rückstand auf Mercedes-Star Lewis Hamilton an der Spitze auf 63 Punkte. Überhaupt scheint er abgebrühter und ruhiger zu sein, als noch im Vorjahr, als er wegen riskanten und tollkühnen Fahrmanövern ständig in der Kritik stand. Und er zeigt, dass ihm nichts und niemand Angst machen kann. Auch nicht das Feuer-Drama seines Vaters am 31. Juli 1994 (im Video).

Verstappen sprach am Medientag der Formel 1 in Budapest mit den Vertretern der Presse. Viele wollten wissen, was mit ihm im letzten Jahr passiert ist. „Ich habe im letzten Jahr nach Kanada mit der Feinabstimmung der Faktoren begonnen. Ich wollte aus meinen Fehlern lernen und analysieren, was ich besser hätte machen können.“

Regen wäre nicht schlecht
Er gewann in Hockenheim, daher sehen ihn viele auf dem Hungaroring als den Favoriten: „Ich will nichts im Voraus sagen, aber das Ziel ist, das Gleichgewicht mit dem Wagen zu finden und zu behalten. Im Moment, weiß ich nicht, was wir erreichen können, hoffe aber, dass wir nah an die Ersten kommen.“ Ob er Regen wolle, war die nächste Frage. „Wäre nicht schlecht, aber auch die Hitze ist gut für uns. Jetzt ist es 28 Grad hier, das passt“. Wenn es regnet, dann scheint es so, dass Red Bull den großen Zwei um nichts nachsteht. Hockenheim hätte das gezeigt, hieß es von den Journalisten.

Chris Horner, der Team-Chef von Red Bull (oben im Bild), sagte schon nach seinem ersten Sieg vor einem Monat in Spielberg, dass sein Pilot in der besten Form ist. Also auch besser, als Hamilton. Verstappen aber blieb auch nach diesem Lob cool: „Es ist schön, so etwas von deinem Chef zu hören, aber ich muss mich an niemanden messen. Ich muss nur versuchen, das Beste für mein Team rauszuholen.“

Fast auf den Tag genau
Zuletzt wurde er auf die neue Formel-1-Regel-Ideen angesprochen und was er zur Neueinführung des Tankens sagte, zeigt, dass ihm nichts und niemand Angst machen kann. Die meisten Piloten sind für die Wiedereinführung des Tankens. Nur: Die haben nicht so eine Vorgeschichte, wie Max Verstappen. Sein Vater Jos Verstappen (oben im Bild) verbrannte beim größten Tank-Unfall der letzten 25 Jahre fast im Auto. Das geschah noch 1994. Seitdem sind 25 Jahre vergangen. Fast auf den Tag genau. „Ich weiß nicht, wie das Tanken funktionieren wird, aber ich bin nicht dagegen. Nur, weil das Auto meines Vaters brannte, bin ich nicht gegen das Tanken“, beendete der Mann der Stunde die Spekulationen.

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