Protest

Zwei Länder, eine Vision: Kampf gegen Atom

Post von zwei Landeshauptleuten: In einem eindringlichen Appell fordern Niederösterreichs Johanna Mikl-Leitner und Oberösterreichs Thomas Stelzer jetzt ein Ende der Ausbaupläne für die Atomkraftwerke Temelín und Dukovany in Tschechien. „Auch ein Atommüll-Lager nahe der Grenze ist für uns undenkbar!“

„Wir vertreten 3,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger und registrieren mit großer Sorge die Ausbaupläne für die Atomkraftwerke.“ In einem Brief an Brigitte Bierlein ersuchen Mikl-Leitner und Stelzer die Bundeskanzlerin eindringlich um Gespräche mit tschechischen Politikern, um die Projekte in Temelín und Dukovany zu stoppen. „Ebenso sollte die Kanzlerin alle rechtlichen Möglichkeiten gegen die Atompläne prüfen“, so Mikl-Leitner. Ein zweiter Brief der beiden Landespolitiker geht direkt an Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babiš (siehe Ausriss in unserer heutigen Printausgabe auf Seite 19).

Stelzer: „Die Position unserer Bundesländer und Österreichs ist klar: Wir appellieren an Babiš, vom Ausbau der Atomkraftwerke abzusehen und auf erneuerbare Energie zu setzen.“ Gleichzeitig bitte man um eine Einbindung in die tschechischen Atompläne in der gemeinsamen Grenzregion. Die beiden VP-Politiker stellen dann klar: „Nieder- und Oberösterreich werden sich jedenfalls an allen grenzüberschreitenden Rechtsverfahren beteiligen, um unsere Haltung gegen den Ausbau der Atomkraftwerke zu verdeutlichen.“ Die Alarmglocken ließ in den beiden Bundesländern vor allem auch eine Aussage des tschechischen Industrieministers Karel Havlíček schrillen. „Es gibt keinen anderen Weg als die Kernenergie“, erklärte er in einer Fernsehsendung. Mikl-Leitner und Stelzer wollen auch deshalb, dass noch vor der Nationalratswahl bundesweit rasch und geschlossen gegen die „gefährliche und verantwortungslose Energiegewinnung aus Atomkraft“ vorgegangen wird.

Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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