"Ich bin selbst Krankenpfleger auf einer Intensivstation und bekomme sage und schreibe 7,60 Euro netto pro Stunde für meine Tätigkeit. Ohne die Nachtdienstzulage und Gefahrenzulage könnte ich meine Familie nicht ernähren", kennt Franz Karner aus Neumarkt die Problematik nur zu gut. Und: "Versuchen Sie einmal, um dieses Geld eine Reinigungskraft zu bekommen!"
Dass im Pflegebereich so schlecht entlohnt wird, regt auf. Die Steiermark zahlt Gesundheits- und Krankenpflegeschülern, die immerhin einen der verantwortungsvollsten Berufe ausüben werden, mickrige 80 Euro im Monat - und zwar im ersten Ausbildungsjahr, 160 im zweiten, 240 Euro dann im dritten.
Kein Gehalt sondern "Taschengeld"
In Salzburg etwa sind's 100 Euro, auch nicht gerade viel, aber immer noch mehr als bei uns. Warum so wenig? "Das ist ein Taschengeld und kein Monatsgehalt", erklärt Ursula Frohner, Präsidentin des österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes. Folglich könne man die Entlohnung nicht mit jener von Lehrlingen vergleichen. Dass ein Umdenken bei der Bezahlung angebracht wäre, zeigt ihre Prognose: "Wir werden künftig mehr Pflegekräfte brauchen…"
von Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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