31.05.2019 18:27 |

Wirbel bei Klima-Demo

Straßen blockiert: Fast 100 Aktivisten abgeführt

Am Rande der „Fridays for Future“-Demonstration, bei der am Freitag Klima-Ikone Greta Thunberg eine viel umjubelte Rede hielt (siehe Video oben), ist unter anderen die Wiener Ringstraße von Demonstranten lahmgelegt worden. Einige der Aktivisten baumelten an selbst gebauten Gerüsten über der Straße, andere seilten sich sogar von der nahe gelegenen Aspernbrücke ab. Neben Polizei und Feuerwehr stand auch die Sondereinheit WEGA im Einsatz. Es kam zu fast 100 vorläufigen Festnahmen und massiven Verkehrsbehinderungen.

„Wir befreien den Ring“
Aktivisten haben am Freitagnachmittag unter anderem den Ring blockiert. „Wir befreien den Ring heute von den Autos, die uns die Luft zum Atmen und Platz zum Leben nehmen. Damit leiten wir die Mobilitätswende ein“, erklärte Sina Reisch, Sprecherin der Initiative „Ende Geländewagen“.

Von Brücke abgeseilt
Rund 250 Personen besetzten dabei unter anderem die Ringstraße bei der Urania. Zwei Personen seilten sich auch von der Aspernbrücke ab, zwei weitere hingen auf sogenannten Tripods, einfachen dreibeinigen Türmen, auf der Straße.

Aktivisten weggetragen
Die Feuerwehr war mit einer Drehleiter im Einsatz. Von dieser seilten sich Beamte der WEGA ab, um die hängenden Aktivisten zu fassen. Die Demonstranten wurden von den Beamten aus der Blockade getragen.

Fast 100 Festnahmen
Die Mehrzahl der Teilnehmer an der Sitzblockade im Bereich der Aspernbrücke hätten sich gegenüber der Polizei nicht kooperativ gezeigt und nicht an den Identitätsfeststellungen mitgewirkt, weshalb fast alle der laut Exekutive rund 100 Demonstranten vorläufig festgenommen wurden. Drei bis vier Aktivisten leisteten Widerstand und wurden deshalb ebenfalls festgenommen, so die Polizei. Die Veranstalter der Aktion beklagten wiederum das „brutale“ Vorgehen der Polizei. Es habe mehrere Verletzte gegeben.

Beamte aus ganz Wien zusammengezogen
Auch in der Biberstraße kam es zwischen 14 und 15 Uhr zu einer kurzfristigen Sitzblockade. Für den Einsatz zog die Polizei rund 200 Beamte aus ganz Wien zusammen. Im Zuge der Demonstration sei es neben den Festnahmen zu Übertretungen gegen das Pyrotechnikgesetz, strafbaren Handlungen sowie Anzeigen gekommen.

Massive Verkehrsbehinderungen
Im gesamten Bereich des Franz-Josef-Kais und der Aspernbrücke kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen. Die U-Bahn-Station Station Roßauer Lände musste kurzfristig gesperrt werden.

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