Sa, 15. Juni 2019
24.05.2019 16:43

Schwer zu knacken

Nazi-Chiffriergerät für 98.000 Euro versteigert

Ein seltenes Chiffriergerät aus dem Zweiten Weltkrieg ist in München versteigert worden. Das Schlüsselgerät 41, so der Name des Geräts, sei am Freitag um 98.000 Euro an einen privaten Sammler gegangen, teilte das Auktionshaus Hermann Historica mit. Der Schätzpreis war bei 75.000 Euro gelegen. Zuvor stand das Exemplar als private Leihgabe lange Zeit in der Schweiz im Festungsmuseum Reuenthal.

Die Nazis hatten das Schlüsselgerät 41 (SG-41) unter anderem für die Abwehr, den militärischen Nachrichtendienst und den Wetterdienst verwendet. Sein Algorithmus galt als deutlich sicherer als derjenige der berühmten Kodiermaschine Enigma. Tatsächlich sei der Code der Enigma in der britischen Spezialanlage Bletchley Park schon 1941 geknackt worden, berichtete das Auktionshaus.

Nur noch wenige funktionierender Exemplare
Wer das Schlüsselgerät 41 ersteigerte, blieb zunächst unklar. Experten schätzen, dass es davon weltweit nur noch eine Handvoll funktionsfähige Exemplare gibt. Die meisten seien nach Kriegsende zerstört worden. Die SG-41 war seit Ende 1944 in Chemnitz produziert worden.

Wegen einer Kurbel an der Seite wurde das Chiffriergerät auch „Hitlermühle“ genannt. Die Wehrmacht hatte davon laut Auktionshaus 11.000 Stück bestellt. Warum dann aber nur weniger als 500 hergestellt wurden, ist unklar. Ein Grund könne der Mangel an Leichtmetallen gewesen sein.

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