22.05.2019 19:43 |

voestalpine investiert

Mini-Stahlwerk in Donawitz um 18 Millionen Euro

Ein Forschungsstahlwerk in Kleinformat um 18 Millionen Euro hat die voestalpine am Mittwoch in Leoben eröffnet: Im „Technikum Metallurgie“ werden künftig neue Hochleistungsstähle entwickelt, die von den steirischen Niederlassungen zu Spezialschienen, Qualitätswalzdraht und belastbaren Ölfeldrohren weiterverarbeitet werden. Die Testeinheiten werden bis zu fünf Tonnen umfassen.

„Die voestalpine erzielt heute zwei Drittel des Konzernumsatzes aus der Verarbeitung von Stahl zu anspruchsvollen Komponenten und Systemlösungen, etwa für die weltweite Automobil-, Bahninfrastruktur- oder Luftfahrtindustrie. Mit der Forschungsanlage Technikum Metallurgie eröffnen wir uns völlig neue Möglichkeiten in der Entwicklung zukunftsweisender Stahlsorten, die die Voraussetzung für die hohe Qualität unserer Endprodukte bilden“, sagte Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG, anlässlich der Eröffnung.

Mindestmenge bisher 68 Tonnen
In dem Forschungsstahlwerk - „TechMet“ - werden noch leichtere, reinere und festere Stähle in kleinen Einheiten von bis zu fünf Tonnen hergestellt. Im Vergleich dazu sind bestehende Produktionsanlagen der Metal Engineering Division in Leoben-Donawitz auf Mindestmengen von 68 Tonnen ausgelegt.

„Die neue Forschungsanlage bietet uns eine ideale Testumgebung, um unsere Stähle rasch an die Bedürfnisse unserer Kunden und geänderte Marktanforderungen anzupassen. Die Anlagenkonfiguration ermöglicht uns, die gewonnenen Ergebnisse direkt auf die Großanlagen zu übertragen“, so Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division.

CO2-Einsparung
Die Produktentwicklung im „Technikum Metallurgie“ erfolgt laut voestalpine über eine CO2-reduzierte Route: Als Energieträger für die Erschmelzung des Vormaterials dient elektrischer Strom aus erneuerbaren Energien, wodurch mindestens 2.800 Tonnen CO2 pro Jahr am Standort eingespart werden.

Für die Lieferung der Kernkomponenten - neben den Schmelzöfen auch eine Stranggussanlage - hat der steirischer Anlagenbauer Inteco mit Sitz in Bruck an der Mur verantwortlich gezeichnet. Angesiedelt ist das 2.800 Quadratmeter große Forschungszentrum im ehemaligen, fast 100 Jahre alten Gießereigebäude am Standort Leoben-Donawitz, das umfassend renoviert wurde.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark Wetter
5° / 9°
stark bewölkt
5° / 9°
Nebel
5° / 10°
stark bewölkt
8° / 10°
Nebel
3° / 9°
wolkig

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen