So, 19. Mai 2019
11.05.2019 06:00

Ticket für Österreich

Organisation verdiente mit Scheinehen ein Vermögen

Internationaler Polizeischlag in Bulgariens Hauptstadt Sofia: Nach fast eineinhalbjährigen Ermittlungen wurden zwei Paare verhaftet, die mit der Organisation von Scheinehen ein Vermögen verdienten. Ihre Kunden: Inder und Pakistaner, die sich vor allem in Österreich einen Aufenthaltstitel erschleichen wollten.

Das Geschäft florierte - was auch nicht überrascht: Immer noch versuchen Hunderttausende Flüchtlinge irgendwie in den „goldenen Westen“ zu gelangen. Die Kunden der nun gesprengten Bande aber wollten offenbar auf Nummer sicher gehen und sich nicht auf einen positiven Asylbescheid verlassen - den sie als Inder bzw. Pakistaner ohnehin kaum erhalten hätten.

Ehe mit EU-Bürger als Ticket für Europa
Und so boten ihnen die Verdächtigen (zwei Frauen und ein Mann aus Bulgarien sowie ein Inder) das Ticket für Europa an: die Ehe mit einer EU-Bürgerin.

Gemahlinnen wurden mit Provisionen geködert
Die dafür notwendigen Gemahlinnen (allesamt Roma) wurden mit Provisionen von bis zu 1500 Euro geködert. Teils in Bulgarien, teils bereits in den Zielländern der illegalen Kunden. Nachdem die Brautleute dann zusammengebracht worden waren, studierten sie eine gemeinsame Liebesgeschichte ein und ließen sich trauen.

Mindestens zehn derartige Scheinehen sollen nachweislich in Österreich geschlossen worden sein, der Großteil davon in Wien. „Wir sind uns sicher, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist. Wir ermitteln hartnäckig weiter“, so ein heimischer Fahnder zur „Krone“.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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