Maggies Kolumne

Keine Ausreden!

Die Entscheidung für ein Tier bringt große Verantwortung mit sich. Es müssen ausreichend Zeit und Platz vorhanden sein, und nicht zuletzt kostet ein vierbeiniges Familienmitglied Geld. Das weiß doch wirklich jedes Kind, meinen Sie? Der Arbeitsalltag unserer Tierecke beweist: In vielen Köpfen scheint diese Verantwortung nicht angekommen zu sein. Denn über Ostern wurden wieder zahlreiche Tiere ausgesetzt.

Glück im Unglück hatte Kaninchen „Niki“: Eine Passantin entdeckte ihn in einem Käfig, der einfach neben Mistkübeln abgestellt war. Der Arme musste auf einer mehr als 15 Zentimeter hohen Schicht aus Kot und Einstreu sitzen und konnte aufgrund seiner überlangen Zähne kaum noch Nahrung aufnehmen. Besonders tragisch auch der Fall eines Katers aus Oberösterreich: Das Tier drehte sich andauernd im Kreis. In der Tierklinik offenbarte sich das ganze Ausmaß der Tortur - eine unbehandelte, stark fortgeschrittene Augenentzündung - ein Augapfel war bereits so stark aus der Augenhöhle hervorgetreten, dass er herauszufallen drohte. Können Sie sich vorstellen, welche Schmerzen die Fellnase gehabt haben muss? Doch damit nicht genug: Die Halterin ist bekannt! Sie ließ ihren Kater trotz seiner schweren Krankheit nicht behandeln. Wie herzlos! Wie grausam! Ich wünsche mir eine harte Strafe für diese Tierquälerei!

Mein Appell: Wer überfordert ist, möge um Hilfe bitten! Egal ob ein neuer Platz gesucht wird, oder Unterstützung bei den Tierarztkosten. Und: Jede Anschaffung eines Tieres will gut überlegt sein - mit allen Konsequenzen. Wir sind es den Tieren schuldig, denn sie haben keine Stimme.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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Freitag, 22. Oktober 2021
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