Frau als Komplizin

Falscher Polizist ergaunert 50.000 Euro von Opfer

„Ihre Tochter hatte einen schweren Unfall, ich bin Polizist. Sie müssen zahlen, sonst wandert ihr Kind ins Gefängnis.“ Mit diesen Worten konnte ein „Polizist“ via Telefon eine Pensionistin (64) aus dem Bezirk Mödling in Niederösterreich so weit bringen, wirklich knapp 50.000 Euro abzuheben und das Geld zu übergeben. Fahndung läuft!

Einmal mehr erschüttert ein Fall von Amtsanmaßung das Land. Ein Mann - er stellte sich als Polizist am Telefon vor - redete stundenlang auf sein Gegenüber ein. Die 64-jährige Niederösterreicherin hörte ihm zu und wurde nach und nach unruhiger aufgrund der Geschichte, die ihr aufgetischt wurde.

Ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall gehabt und sie selbst trage die Schuld dafür. Um sie aus der misslichen Lage zu befreien und eine sofortige Einlieferung ins Gefängnis zu verhindern, müsse die Pensionistin als Mutter umgehend Bargeld zur Verfügung stellen.

Treffen mit „Kollegin“ des vermeintlichen Beamten
Und sie tat es. Die Rede ist von knapp 50.000 Euro. Die Seniorin marschierte zur Bank, holte das Geld und traf sich mit einer „Kollegin“ des Beamten in Perchtoldsdorf.

Die Frau (zwischen 25 und 35 Jahre alt) nahm die Scheine entgegen und verschwand, jedoch erst, als der Herr „Polizist“ das Handygespräch mit dem Opfer beendet hatte.

Hinweise werden an die Polizei in Maria Enzersdorf unter der Telefonnummer 059133-3339100 erbeten.

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