14.04.2019 06:00 |

Opfer selbst schuld?

Bank-Apps: Daten von Dutzenden Kunden geknackt

Geldgeschäfte einfach am Handy zu erledigen klingt verlockend – doch aktuell müssen Dutzende heimische Bankkunden um ihr Erspartes bangen! Denn die Handy-Apps ihrer Institute wurden offenbar von Datendieben gehackt. Diese wollen aber nicht zahlen und werfen den Geschädigten sogar grob fahrlässiges Handeln vor.

„Mein Handy hat nicht mehr funktioniert, die SIM-Karte war kaputt“, beginnt ein Steirer (40) zu erzählen. Der Beginn einer vermeintlichen Pechsträhne: Denn nur kurz darauf wurde beim Versuch, Geld abzuheben, auch seine Bankomatkarte eingezogen. Auf Nachfrage bei der Bank kam dann der Schock: Jemand hatte sich offenbar über seine Konto-App am Handy bedient und fast 8000 Euro abgehoben!

50.000 Euro weg
Wie ihm dürfte es aber Dutzenden weiteren Österreichern ergangen sein. Vor allem bei einem Bankinstitut häuften sich derartige Betrugsfälle in letzter Zeit – eine Niederösterreicherin soll gar um 50.000 Euro erleichtert worden sein. Während die Polizei ermittelt, wollen die Banken für den Schaden nicht aufkommen, geben sogar Kunden die Schuld (siehe Ausriss oben).

Für Sandra Battisti vom Konsumentenschutz ist klar: „Die Bank hat für den Schaden aufzukommen, die Gesetzeslage ist dahingehend eindeutig!“ Sie empfiehlt allen Betroffenen, zu klagen.

Monika Krisper und Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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