Di, 23. April 2019
10.04.2019 09:42

Alpinpolizei

„Wir wissen, was wir tun müssen!“

Die Bergwelten faszinieren und ziehen immer mehr Menschen in ihren Bann. Trotzdem passiert zum Glück relativ wenig in den Bergen.

Zwei Todesopfer forderten im heurigen Winter Lawinen in Kärnten. Zwei zu viel, dennoch eine geringe Zahl, wenn man bedenkt, wie viele Freizeitsportler mit Tourenskiern bergwärts unterwegs sind. „Wir merken, dass sich die Tourengeher verstärkt mit dem Thema Lawinengefahr auseinandersetzen und sich an die Regeln halten“, berichtet Polizeioberst Walter Mak, Leiter der Alpinpolizei Kärnten. „Und jene, die sich weniger auskennen, sind vorwiegend im Nahbereich der Skipisten unterwegs“, ergänzt Polizeibergführer und Ausbildungsleiter Sepp Bierbaumer, denn: „Das Pistengehen boomt weiterhin stark. Wenn man sieht, was etwa auf der Gerlitzen oder dem Dreiländereck los ist; einfach unglaublich!“

Insgesamt mussten Kärntens Alpinpolizisten heuer zu sechs Lawineneinsätzen ausrücken. Um dafür ausgerüstet und fit zu sein, müssen die 75 Kärntner Alpinpolizisten regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen. In diesem Winter fand die Alpinausbildung im Skitourengelände im Lesachtal statt. Gemeinsam mit den Kollegen aus Niederösterreich wurde der Einsatz nach einem Lawinenabgang simuliert. Bierbaumer: „Oft heißt es nach einem Lawinenunglück, dass die Einsatzkräfte ihr Leben riskieren. Das stimmt aber nicht und wenn doch, dann hat der Einsatzleiter ein großes Problem. Außerdem liegt es in der Natur des Sports, dass man hin und wieder etwas riskiert.“

Nicht nur abseits der Pisten auch in den Skigebieten sind Kärntens Alpinpolizisten im Einsatz. Bis März wurden in diesem Winter 118 Skiunfälle registriert - 28 davon mit Fahrerflucht. Das Interesse am Alpindienst bei der Polizei steigt übrigens laut Bierbaumer, auch weil immer mehr junge Polizisten ausgebildet werden. Und wohl auch, weil es etwas Besonderes ist, draußen in unserer wunderschönen Natur arbeiten zu dürfen und Teil einer hochprofessionellen Spezialisten-Truppe sein zu können.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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